Google hatte seinen Facebook-Rivalen vor einer Woche gestartet und bisher nur einem relativ kleinen Kreis von Mitarbeitern, Experten, IT-Journalisten und bekannten Personen aus der Internetbranche geöffnet. Die Abwesenheit des breiten Publikums dürfte auch erklären, warum nicht etwa ein Popstar wie Lady Gaga die aktuellen Popularitäts-Charts anführt.
Anfängliche Zweifel, bei dem Mark Zuckerberg auf Google+ könnte es sich nicht um den echten handeln, konnte der bekannte Technologie-Blogger Robert Scoble mittlerweile zerschlagen. Zuckerberg selbst habe ihm die Mitgliedschaft bestätigt. "Warum sind Leute so überrascht, dass ich ein Google-Konto habe?", schrieb er demnach.
Im Gegensatz zu Zuckerberg waren die beiden Google-Gründer Page und Brin bereits sehr aktiv in ihrem neuen Netzwerk und luden unter anderem zahlreiche Fotos hoch. Den aktuellen Konzernchef Page nahmen laut Socialstatistics bisher mehr als 28.000 Nutzer in ihre "Kreise" auf, Brin über 22.000.
Kreise statt Gruppen
Bei Google+ kann man seine Kontakte gleich von Anfang an in unterschiedliche "Kreise" ("Circles") einsortieren. Das Konzept von Facebook ist hingegen, dass Nutzer untereinander allgemein "Freunde" werden, auch wenn man später mit der Bündelung in Gruppen regeln kann, wer welche Inhalte zu Gesicht bekommt.
Facebook hat inzwischen mehr als 500 Millionen Nutzer. Ob es Google gelingt, gegen diese Übermacht bei sozialen Netzwerken noch einen Fuß in die Tür zu kriegen, ist aktuell eine der spannendsten Fragen in der Internetbranche.
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