Mit dem geplanten Gesetz gibt die britische Regierung dem Druck von Vertretern der Musik- und Filmindustrie nach, die regelmäßig über die Zunahme von Urheberrechtsverletzungen klagen. Laut den Branchenverbänden entstehen den Unternehmen Millionenverluste aufgrund von Raubkopierern.
Allein in Großbritannien laden jährlich geschätzte sechs Millionen Menschen illegal Dateien aus dem Internet herunter. Breitbandanbieter, die den Richtlinien nicht nachkommen, sollen laut dem Gesetzesentwurf selbst mit strafrechtlichen Konsequenzen zu rechnen haben.
Zuvor hatten Vertreter der Internet Service Provider (ISP) in Großbritannien selbst Gespräche mit Rechteinhabern aus der Unterhaltungsindustrie geführt und eine "freiwillige Regelung" diskutiert. Allerdings konnten sich die beiden Seiten auf keine gemeinsame Lösung einigen.
Bei der Internet Service Provider Association (ISPA) hofft man allerdings noch immer darauf, sich über ein freiwilliges System zusammen zu finden. "Jeder vernünftig Denkende weiß, dass Selbstregulierung in solchen Belangen die weitaus bessere Lösung ist", so ein Sprecher der ISPA. (pte)
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.