Fliegen ist anstrengend: Die Luft im Flugzeug ist trocken und enthält weniger Sauerstoff als am Boden. Deshalb fühlen wir uns schnell müde und abgespannt. Bei Langstreckenflügen nimmt außerdem die Thrombosegefahr zu, denn durch das lange Sitzen werden die Gliedmaßen schlechter durchblutet. „In der Luft gilt: möglichst viel Wasser, Fruchtschorlen oder Tee trinken und bewegen, das reduziert das Risiko“, rät DAK-Ärztin Dr. Waltraud Pfarrer. „Die meisten Fluglinien halten eine Anleitung für kleine, aber wirkungsvolle Gymnastikübungen in der Sitztasche parat. Ruhig mal ausprobieren – auch wenn die anderen schauen!“ Wer ab und zu aufsteht und sich die Beine vertritt oder alle zwei bis drei Stunden trotz Nadelstreifenanzug ein bisschen Gymnastik macht, bleibt auch in 10.000 Metern Höhe fit.
Schlaflos in Seattle?
Für Business-Traveller ist der Wechsel der Zeitzone ein besonders großes Problem. Denn lange bevor die innere Uhr sich umgestellt hat, wartet oft schon ein wichtiger Geschäftstermin, der volle Konzentration und einen wachen Geist erfordert. Wer während des Fluges schläft, beugt dem schlimmsten Jetlag vor: „Vielflieger sollten eine Schlafmaske und Ohropax im Handgepäck haben“, rät DAK-Expertin Pfarrer. „Das erleichtert das Einschlafen im Flugzeug.“ Ein wirksames Mittel gegen das müde machende Hormon Melatonin, das zu unpassenden Zeiten ausgeschüttet wird, ist Licht: „Egal ob Sonnenlicht oder Neonröhre – Reisende sollten sich für ein paar Minuten sehr hellem Licht aussetzen, wenn sie zur falschen Zeit müde werden“, empfiehlt Pfarrer. „Tagsüber schlafen verstärkt den Jetlag leider nur!“ Wer auf Nummer sicher gehen und einen ausgeschlafenen Eindruck machen will, legt seine Termine vor Ort nicht in die heimatliche Tiefschlafphase zwischen drei und fünf Uhr morgens.
Kleine Helfer für unterwegs
Was das Business betrifft, sind Geschäftsreisende meist bestens gerüstet: Jedes erdenkliche Dokument wird vor Abflug kopiert und eingepackt. Die Reiseapotheke gerät dabei oft in Vergessenheit, obwohl für sie in jedem Aktenkoffer Platz sein sollte. Denn oft ist es umständlich und zeitraubend, im Ausland schnell eine Apotheke zu finden – vor allem, wenn man der Landessprache nicht mächtig ist. „Einpacken sollte man Desinfektionsmittel, Pflaster, schmerzstillende und fiebersenkende Medikamente, etwas gegen Durchfall und ein Fieberthermometer“, so Pfarrer. „Auch Insektenspray und eine Salbe gegen Mückenstiche gehören ins Gepäck.“ Ausführliche Tipps für die Reiseapotheke bei der DAK (siehe Infobox).
Bon appétit! Buen provecho! Enjoy your meal!
Eins ist sicher: Geschäftsessen gehören zum Programm aller Business-Traveller. Exotische Gewürze, fette Speisen und ungewohnte Essenszeiten können dabei den Magen ganz schön durcheinander bringen. Häufige Folgen: Magenschmerzen oder Sodbrennen. „Schnelle Hilfe bringen Hausmittel, zum Beispiel Kamillentee“, erklärt Pfarrer. „Statt Alkohol in rauen Mengen sollten Geschäftsleute möglichst viel Wasser trinken. Das schont den Magen.“ Wer die Wahl hat, zieht frische Gemüsegerichte fettreichem, scharf gewürztem Fleisch vor und gibt dem Bauch keinen Grund zum „Grummeln“.
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