Für die Studie haben die Google-Techniker auf mehr als 100.000 PCs und Servercomputern ein Programm installiert, das diverse Parameter der Festplatte überwacht. Neun Monate wurden die Daten aufgezeichnet. Die Studie wurde mit dem Titel „Failure Trends in a Large Disk Drive Population“ veröffentlicht.
Überwacht wurden vor allem handelsübliche S-ATA-Festplatten, wie sie in den meisten PCs zu finden sind. Die Platten mussten jünger als Baujahr 2001 sein. Bei den Herstellern waren alle gängigen Marken vertreten. Bei den Platten im ersten Lebensjahr gaben 1,7 Prozent den Geist auf. Bei den Festplatten, die sich bereits im dritten Lebensjahr befanden, gingen schon knapp 10 Prozent den Bach runter.
Bemerkenswert ist jedoch, dass es Googles Zahlen zufolge kaum eine Rolle spielt, wie stark die Festplatte benutzt wird. Hohe Ausfallraten wurden nur bei Festplattengruppen aufgezeichnet, die auch übermäßig stark beansprucht wurden, etwa in Servern, die rund um die Uhr laufen. Bei durchschnittlicher Beanspruchung gab es kein klares Bild. Die Platten gaben dann und wann den Geist auf, aber nie zu einem Zeitpunkt, der irgendwie absehbar wäre oder an irgendwelchen Einflüssen festgemacht werden könnte. Rätselhaft ist auch die Tatsache, dass bei Platten, die im dritten Arbeitsjahr kaputt gingen, die Ausfallrate in der Gruppe der zeitlebens höher beanspruchten Harddisks kleiner ist, als in der Gruppe der wenig beanspruchten.
Auch die Umgebungstemperatur als Platten-Killer konnte die Google-Studie nicht bestätigen. Zwar wirkt sich eine Umgebungstemperatur von über 40 Grad generell schlecht auf so ein Festplattenleben aus, bis dahin ergibt sich aber ein umgekehrter Trend. Die Ausfälle werden bis 40 Grad mit steigender Temperatur immer weniger. Auch die Berichte diverser Festplattenüberwachungs-Tools, die Ausfälle durch konstante Überprüfung ankündigen sollen, überprüften die Studienautoren. Fast 40% der Ausfälle wurden dadurch trotzdem nicht vorhersehbar.
Die einzigen signifikanten Unterschiede weist laut Google die Betrachtung der Studie nach Herstellern auf. Hier gäbe es sehr große Unterschiede in Bezug auf Marken und auch auf Typen. Allerdings gab Google hier keine Zahlen und vor allem Modelnamen an.
Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.
Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.
Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.