02.02.2007 14:11 |

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E-Mail mit Selbstzerstörung

Der US-E-Mail-Dienst BigString bietet seinen Kunden die Möglichkeit, volle Kontrolle über die selbst versendeten Daten zu behalten, so das Unternehmen auf der eigenen Homepage. Dies wird sichergestellt durch einen E-Mail-Selbstzerstörungsmechanismus, den der Sender nach belieben konfigurieren kann.

Damit wird eine Nachricht beispielsweise automatisch gelöscht, nachdem sie der Empfänger gelesen hat. Nun wurde dieser Dienst auch auf Multimedia-Attachements erweitert. Privatpersonen wie Unternehmen können damit festlegen, wie oft oder für welchen Zeitraum die mitgesendete Datei verfügbar bleibt.

"Die Selbstzerstörungsfunktion ermöglicht dem Absender, die Kontrolle über sein geistiges Eigentum zu behalten", führt Darin Myman, CEO von BigString aus. Gerade in Zeiten, in denen Videoplattformen wie YouTube boomen und das Internet mit einer Menge an kurzen, privaten Filmchen überschwemmt wird, ist es leicht möglich, dass Bilder ins Web gelangen, die den abgebildeten Personen alles andere als recht sind. Vor allem bei Bewerbungen können private Videos zum Verhängnis werden, da zunehmend mehr Personalchef im Internet recherchieren.

"Der User kann mit unserem Dienst unterbinden, dass private Videos weitergeleitet oder ins Web gestellt werden und ihn auf diesem Weg im ungünstigsten Fall bloßstellen könnten. Unternehmen aus der Unterhaltungsbranche oder Musiker können nun Videos verschicken, die bloß einmal angesehen werden können", meint Myman.

BigString bietet somit ein Digital Rights Management für E-Mail-Attachements. Der Versender legt fest, wie oft der Mailanhang angesehen werden darf, oder ob der Empfänger es weiterleiten kann. Zudem kann darüber bestimmt werden, ob eine Datei auf der Festplatte des Empfängers gespeichert oder gar ausgedruckt werden darf. Weiters lasse sich im Rahmen des Services festhalten, wer die E-Mail wann gelesen hat.

Der BigString (siehe Infobox) ist für Privatpersonen kostenlos nutzbar. Für Unternehmen bietet das Unternehmen zudem die Möglichkeit, die gesamte Kommunikation aller Mitarbeiter via Mail verfolgen zu lassen. Der Business-Dienst ist für zehn Mail-Adressen ab 150 Dollar pro Jahr zu haben. (pte)

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