15.12.2017 14:18 |

Von Drohnen-Gang

Handys und Hanf in Gefängnisse geschmuggelt

Heiße Ware im Wert von bis zu einer Million Pfund (1,135 Mio. Euro) soll eine achtköpfige Drohnen-Gang in den vergangenen zwei Jahren in britische und schottische Gefängnisse geschmuggelt haben. Vor allem Handys und Hanf hat die Truppe, deren Chef die Schmuggelei vom Gefängnis aus organisiert haben soll, ins Häfen geliefert. Zum Verhängnis wurde den Kriminellen schließlich eine Wildkamera.

Seit Juli 2015 soll die Bande mit einer Drohne verbotene Güter in Gefängnisse in Großbritannien und Schottland geflogen haben, berichtet die britische TV-Anstalt BBC. Erwischt wurde sie bei einem Schmuggelflug in ein Gefängnis in Worcestershire. Außerhalb der Vollzugsanstalt montierte Wildkameras führten die Ermittler im Mai zu der Drohnen-Gang. Es folgten Verhaftungen.

Als Kopf der insgesamt acht Mann starken Truppe wurde laut "Guardian" im Zuge der Ermittlungen ein 35-Jähriger ausgeforscht, der von innerhalb der Gefängnismauern die Fäden zog. Seine Komplizen gingen bei ihren Schmuggellieferungen stets nach dem gleichen Muster vor: Handys und Drogen wurden mit Angelschnur an die Drohnen gebunden, selbige wurden über das Gefängnisgelände gelenkt und dort von Häftlingen mit improvisierten Haken "entladen".

50 erfolgreiche Schmuggelflüge in zwei Jahren
Rund 50 Mal sollen die Drohnen-Schmuggler mit dieser Vorgehensweise erfolgreich gewesen sein - bis ihnen die Wildkameras um das Gefängnis in Worcestershire einen Strich durch die Rechnung machten. Bei ihren Schmuggelflügen zwischen Juli 2015 und Mai 2017 sollen sie Ware im Wert von bis zu einer Million Pfund in die Gefängnisse gebracht haben - vor allem Handys und Cannabis. Aber auch Pornos, Waffen und andere Drogen sind ein beliebtes Schmuggelgut in britischen Gefängnissen.

Für ihre Aktivitäten in den letzten zwei Jahren zahlt die Drohnen-Gang nun einen hohen juristischen Preis. Der Drahtzieher der ganzen Aktion, der ohnehin bereits im Gefängnis sitzt, hat seine Haftstrafe durch die Schmuggelei um ganze sieben Jahre und zwei Monate verlängert. Der Pilot, der die Drohne bei den Schmuggelaktionen geflogen hat, geht ebenfalls ins Gefängnis. Seine Strafe beläuft sich auf sechs Jahre und zwei Monate.

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