Ab 1. Mai müssen Osttiroler Nachtschwärmer auf gleich zwei Linien verzichten. Der Verkehrsverbund Tirol (VVT) zieht nach einer Beobachtungsphase mit enormen Sachschäden und Übergriffen an Fahrgästen und Buslenkern die Reißleine. Die Grünen sind erzürnt und stellen Forderungen.
Nur noch wenige Tage werden die Nightliner 900N von Lienz nach Matrei und 901N von Sillian über Lienz nach Nikolsdorf in den Nachtstunden fahren. Der Grund ist das unangemessene Verhalten einzelner Fahrgäste.
Ab der Nacht auf den 1. Mai werden dann freitags, samstags sowie vor Feiertagen keine Fahrten nach 0.30 Uhr angeboten. Damit reagiert der Verkehrsverbund Tirol (VVT) auf zahlreiche Übergriffe und Sachbeschädigungen. „Es kam wiederholt zu Vorfällen mit Personen, die nach übermäßigem Alkoholkonsum im Nightliner massive Verschmutzungen und Schäden an den Bussen verursachten“, heißt es.
Die Ausschreitungen gingen sogar so weit, dass eine Scheibe im Bus zerschlagen wurde. So etwas darf einfach nicht passieren.

Elisabeth Blanik, BM Lienz
Bild: Christof Birbaumer
Zudem seien Fahrgäste und Buslenker gefährdet worden. Die Lienzer BM Elisabeth Blanik nennt ein Beispiel: „Die Ausschreitungen gingen sogar so weit, dass eine Scheibe im Bus zerschlagen wurde. So etwas darf einfach nicht passieren.“
Diese Einstellung passiert vorerst temporär. Nach einer Cool-Down-Phase wird die Situation nochmals gemeinsam mit der Region evaluiert und neu bewertet.

Alexander Jug, GF VVT
Bild: Christof Birbaumer
Linien vorerst eingestellt, Politik mit Kritik und Bedauern
Vorfälle dieser Art seien regelmäßig nach Mitternacht erfolgt. Nach einer Beobachtungsphase von zwei Jahren entschied sich der VVT in enger Abstimmung mit der Region, die Fahrten vorerst einzustellen. „Diese Einstellung passiert vorerst temporär. Nach einer Cool-Down-Phase wird die Situation nochmals gemeinsam mit der Region evaluiert und neu bewertet“, schildert VVT-GF Alexander Jug. Der Bedarf bestehe, deshalb sei es bedauerlich, dass jene Fahrgäste die Folgen tragen müssen, die sich korrekt verhalten.
Was kann eine junge Frau, die mit ihren Freundinnen am Wochenende gerne ausgeht, dafür, dass sich ein paar schwarze Schafe komplett daneben verhalten?

Gebi Mair, Klubobmann Tiroler Grüne
Bild: Christof Birbaumer
In dieselbe Kerbe schlägt auch Gebi Mair, Klubobmann der Tiroler Grünen: „Was kann eine junge Frau, die mit ihren Freundinnen am Wochenende gerne ausgeht, dafür, dass sich ein paar schwarze Schafe komplett daneben verhalten?“ Statt eines Aus für die Linien fordert er Sicherheit in Form von Securitys.
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