Anekdote zum Abschied

Trump: Cook „rief an, um mir Hintern zu küssen“

Außenpolitik
21.04.2026 17:46
Porträt von krone.at
Von krone.at

Mit dem Abgang von Apple-Chef Tim Cook endet eine Ära – doch ausgerechnet aus der US-Politik kommt nun eine ungewöhnlich skurrile Reaktion: Donald Trump gratuliert zwar, sorgt aber mit einer derben Anekdote über ein Telefonat gleichzeitig für Aufsehen.

Der US-Präsident äußerte sich am Dienstag auf seiner Plattform Truth Social zum angekündigten Rücktritt Cooks – und schlug dabei einen Ton an, der zwischen Lob und Spott schwankt. Er sei „immer ein großer Fan von Tim Cook“ gewesen, schrieb Trump, und auch dessen Vorgänger Steve Jobs schätze er sehr. Dazu erklärte er, Apple hätte sich unter Jobs „gut entwickelt, aber bei weitem nicht so gut wie unter Tim“.

Derbe Anekdote aus Trumps erster Amtszeit
Besonders für Aufmerksamkeit sorgt eine Passage, in der Trump ein erstes Telefonat mit Cook während seiner ersten Amtszeit schildert. Damals habe der Apple-Chef ein „ziemlich großes Problem“ gehabt, das nur er als Präsident lösen könne.

„Als ich den Anruf bekam, sagte ich: Wow, es ist Tim Apple (tatsächlich heißt er Cook), der anruft – wie großartig ist das? Ich war sehr beeindruckt von mir selbst, dass der Chef von Apple anruft, um mir ,den Hintern zu küssen‘“, schrieb Trump.

Hat Apple-Chef „drei oder vier Gefallen“ getan
Trotz dieser Formulierung betonte er, er habe Cook geholfen und dessen Anliegen „schnell und effektiv“ gelöst. Daraus sei eine „lange und sehr gute Beziehung“ entstanden. Während seiner ersten Amtszeit im Weißen Haus habe Cook ihn mehrfach kontaktiert – „aber nie zu oft“. Im Gegenzug habe er dem Apple-Chef „drei oder vier große Gefallen“ getan.

Gleichzeitig übte Trump auch Kritik: Cook sei bei manchen Anliegen „zu aggressiv“ gewesen. Dennoch lobte er ihn abschließend als „unglaublichen Manager und Anführer“ mit einer „fast unvergleichlichen Karriere“.

Apple vor Führungswechsel
Hintergrund der Aussagen ist ein bedeutender Umbruch beim Technologiekonzern: Apple hatte am Montag angekündigt, dass Tim Cook mit 1. September als CEO zurücktreten wird. Sein Nachfolger wird John Ternus, bisher Hardware-Chef des Unternehmens.

Cook, der Apple seit 2011 geführt hat, erklärte in einer Aussendung, es sei „das größte Privileg meines Lebens“ gewesen, an der Spitze des Konzerns zu stehen. Künftig soll er als Verwaltungsratschef (Executive Chairman) tätig bleiben und sich unter anderem weiterhin mit politischen Entscheidungsträgern austauschen.

Vom Jobs-Erben zum Architekten des Erfolgs
Cook hatte das Unternehmen nach dem Rücktritt von Steve Jobs übernommen und in den folgenden Jahren maßgeblich geprägt. Unter seiner Führung entwickelte sich Apple zu einem der wertvollsten Konzerne der Welt mit einem Börsenwert von rund vier Billionen US-Dollar (rund 3,4 Billionen Euro).

Dabei setzte er nicht nur auf klassische Produkte wie iPhone und Mac, sondern trieb auch neue Geschäftsfelder voran – etwa in den Bereichen Unterhaltung, Gesundheit und Wearables. Gleichzeitig musste er das Unternehmen durch globale Krisen wie die COVID-19-Pandemie und handelspolitische Spannungen zwischen den USA und China steuern.

Strategischer Kurswechsel mit Ternus
Mit John Ternus rückt nun ein Technikexperte an die Spitze, der als treibende Kraft hinter der Entwicklung eigener Chips gilt, die heute nahezu alle Apple-Geräte antreiben. Beobachter sehen in seiner Ernennung ein Signal, dass Apple in der kommenden KI-Ära stärker auf technologische Innovation setzen will.

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