Nach nicht einmal vier Monaten ist Liam Rosenior seinen Job als Trainer vom englischen Fußball-Premier-League-Club Chelsea bereits wieder los. Wie die Londoner am Mittwoch mitteilten, wird der Engländer trotz eines bis 2032 laufenden Vertrags freigestellt. Chelsea reagierte damit auf die anhaltende Krise.
Es sei der mit Abstand schwärzeste Tag seiner bisherigen Amtszeit, gab der Chelsea-Trainer nach der bitteren Niederlage zu Protokoll. „Das war in jeder Hinsicht inakzeptabel“, schimpfte der Coach. „Ich bin wie betäubt, ich bin so wütend. Hier muss sich grundlegend etwas ändern – und zwar sofort!“
Und das tat es dann auch am Mittwochabend. „Im Namen aller Mitarbeiter des FC Chelsea möchten wir Liam und seinem Stab unseren Dank für all ihre Bemühungen während ihrer Zeit beim Verein aussprechen. Diese Entscheidung ist dem Verein nicht leicht gefallen, doch die jüngsten Ergebnisse und Leistungen blieben hinter den erforderlichen Standards zurück, obwohl in dieser Saison noch so viel auf dem Spiel steht. Alle beim FC Chelsea wünschen Liam viel Erfolg für die Zukunft“, heißt es in einer Mitteilung des Klubs.
Zuvor hatte Chelsea eine verdiente 0:3-Pleite bei Brighton kassiert – und damit erstmals seit dem Jahr 1912 (!) fünf Liga-Spiele in Serie ohne eigenen Treffer verloren. Gepaart mit dem krachenden Aus in der Champions League gegen Paris Saint-Germain (2:5 und 0:3) sorgt dies für eine explosive Stimmung an der Stamford Bridge.
Fans schicken Trainer weg
Das bekam Rosenior am Dienstagabend hautnah zu spüren, als er sich nach dem Spiel bei den mitgereisten Fans für die Unterstützung bedanken wollte. „Verpiss dich“, schrien die Anhänger und schickten den Ex-Profi, der erst Anfang Jänner das Zepter bei Chelsea übernommen hatte, weg.
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