Bildungsreform-Aus?

Rufe nach “Retourgang” werden immer lauter

Leben
20.11.2017 06:00

Die bildungspolitischen Maßnahmen der vergangenen Jahre müssten auf ein "vernünftiges Maß zurückgebaut" werden - so tönt derzeit die Lehrergewerkschaft, die immer vehementer auf die Rücknahme der Bildungsreform drängt. Es müsse "der Retourgang" eingelegt werden, die Schulen seien mit Reformen "überschwemmt" worden. Noch-Unterrichtsministerin Sonja Hammerschmid (SPÖ) warnt: "Es sollte nicht die Aufgabe der offiziellen Lehrervertreter sein, Angst vor Veränderung zu schüren."

Für AHS-Gewerkschafter Herbert Weiß sind die Reformen zu schnell über die Bühne gegangen, das gewählte Tempo habe "keine Orientierung" zugelassen. Deshalb sieht er jetzt so gut wie überall, wo sich etwas verändert hat, Handlungsbedarf.

Für Ministerin Hammerschmid klingen diese Aussagen entlarvend. Und sie lassen wohl auch keinen Zweifel daran aufkommen, wer stets gegen jegliche Art von Veränderung im Schulsystem ist.

Die mittelmäßigen bis schlechten Ergebnisse würden zeigen, dass die Reformen eindeutig zu langsam angegangen worden seien, so Hammerschmid. Der Austausch mit den Lehrern habe ihr aber gezeigt, dass diese sehr wohl bereit seien, "gemeinsam an einem modernen Schulsystem zu arbeiten" - ganz im Gegensatz zur Pädagogen-Gewerkschaft, ist hinter vorgehaltener Hand von Bildungsexperten mittlerweile oft zu hören.

Doris Vettermann, Kronen Zeitung/krone.at

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