25.10.2017 15:34 |

Für Malware gehalten

Kaspersky: NSA-Software eingesaugt, aber gelöscht

Der russische Anti-Viren-Spezialist Kaspersky hat eingeräumt, in den Besitz mutmaßlicher Spionage-Software des US-Geheimdiensts NSA gelangt zu sein. Der Quellcode sei bei der Inspektion eines Computers als Beispiel für eine bisher unbekannte Variante von Schadsoftware zur Analyse auf einen Kaspersky-Server geladen worden.

Nachdem ein Analyst Firmenchef Eugene Kaspersky darüber informiert habe, seien die Dateien auf dessen Anweisung hin gelöscht worden, erklärte das Unternehmen in einem Blogeintrag am Mittwoch. Man habe sie "nicht mit Drittparteien geteilt".

Mehrere US-Medien hatten zuletzt berichtet, russische Geheimdienste hätten mit Hilfe von Kaspersky-Installationen amerikanische Computer angreifen können, um dort geheime Angriffswerkzeuge der NSA zu finden und zu stehlen. Ein Mitarbeiter des US-Abhördienstes habe die Werkzeuge regelwidrig auf seinen privaten Computer geladen, auf dem Kasperskys Antiviren-Software lief.

In den Berichten blieb zumeist offen, ob Kaspersky mit den russischen Geheimdiensten kooperiert haben soll - oder ob die Dienste die Produkte des Sicherheitsanbieters missbraucht haben könnten. Lediglich das "Wall Street Journal" schrieb unter Berufung auf amerikanische Behördenkreise, Kaspersky-Software habe gezielt nach Begriffen wie "Top Secret" sowie nach Namen geheimer US-Programme gesucht. Kaspersky erklärte stets, man habe nie einem Geheimdienst bei der Spionage geholfen.

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