Mi, 17. Oktober 2018

Von wem an wen

25.10.2017 11:40

Wahlwerbung: Twitter kündigt mehr Transparenz an

Nach dem Wirbel um mutmaßlich russische Meinungsmanipulation im Internet verspricht Twitter mehr Transparenz bei Werbeanzeigen. In einem "Transparenz-Center" sollen Nutzer künftig einsehen können, von wem Wahlwerbung bezahlt und auf welche Nutzergruppen diese zugeschnitten wurde, kündigte der Kurznachrichtendienst an.

Bei Twitter lassen sich ausgewählte Nachrichten gegen Geld im Nachrichtenstrom von Nutzern platzieren, auch wenn diese dem Absender nicht folgen. Dabei kann man die Anzeigen auf bestimmte Regionen und Nutzerkategorien ausrichten. Twitter stellte zuletzt fest, dass mutmaßlich aus Russland betriebene gefälschte Twitter-Profile in den USA Tweets mit politischen Botschaften verbreiteten, die Spannungen zwischen sozialen und ethnischen Gruppen anheizen sollten.

Die russische Beeinflussung der öffentlichen Meinung in den USA über soziale Medien wie Twitter und Facebook soll kommende Woche auch Thema einer Anhörung im US-Kongress werden. Die Unternehmen wollen mögliche neue Regulierung vermeiden, auch Facebook kündigte bereits Maßnahmen für mehr Transparenz an.

Nur offizielle Wahlwerbung wird erfasst
Twitter machte allerdings deutlich, dass die Transparenz-Pläne ausschließlich eindeutig erkennbare Wahlwerbung mit der Nennung von Kandidaten oder Parteien betreffen, die in den Monaten vor einer Abstimmung verbreitet werden. Die bisher bekannt gewordenen mutmaßlich russischen Tweets waren selten als solche erkennbar, sondern tarnten sich als Beiträge einzelner Nutzer oder Organisationen. Damit würden sie in dieser Form von dem Transparenz-System nicht erfasst werden.

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