Der bekannte Filmpirat ist aber nicht mit der vollen Härte des Gesetzes bestraft worden, dessen Verschärfung unter anderem er selbst wegen seiner dreisten Vergehen verantwortlich gemacht wird, berichtet das Wall Street Journal. Gasca wurde mehrmals beim illegalen Mitfilmen von Kinosaal erwischt und gilt als Lebende Legende der Filmpiraten. Sein Fall veranlasste den US-Kongress illegales Filmen als Straftat und nicht mehr als Vergehen zu ahnden.
Gasca wurde 2002 und 2003 drei Mal beim illegalen Aufzeichnen von Kinofilmen gefasst. 2004 konnte er für über ein Jahr untertauchen, bevor er in Florida von der Polizei aufgegriffen wurde. Der Richter verurteilte Gasca für jedes Delikt nach dem alten Gesetz zu einem Jahr Gefängnis. Nach der neuen Regelung hätte er zu drei Jahren pro Delikt verdonnert werden können. Die restlichen vier Jahre erhielt der Täter für Flucht, Vergeltungsmaßnahmen gegen Zeugen und falscher Verwendung der Sozialversicherungsnummer.
Im Prozess soll Gasca die Regierung der Verschwörung bezichtigt haben. Mit dem Fall betraute Beamte sagten, dass Gasca laut seinen Tagebucheinträgen bis zu 4.000 Dollar in der Woche mit dem Verkauf der illegal aufgezeichneten Filme an Videogeschäften verdient haben soll. Der Täter schreibt an einer neuen Version eines Drehbuches mit dem Titel „Prince of Piracy“. Gasca ist die erste Person, die im Rahmen einer landesweiten Razzia gegen Filmpiraten verurteilt wurde. (pte)
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