„Homo-Propaganda“
Razzia und Festnahmen bei Russlands größtem Verlag
Die russischen Behörden haben wegen angeblicher Verbreitung von „Homo-Propaganda“ eine Razzia beim größten Verlagshaus des Landes durchgeführt. Der Generaldirektor und weitere Manager wurden verhaftet – es drohen hohe Strafen.
Tausende Bücher seien beim Verlagshaus Eksmo beschlagnahmt worden, wie der Fernsehsender Ren-TV berichtete. Diese sollen inoffiziell vertrieben worden sein. In den Werken soll homosexuelle Liebe lebensbejahend dargestellt sein – das ist seit über zehn Jahren in Russland streng verboten.
Der Generaldirektor des Verlags Jewgeni Kapjew sowie weitere Führungskräfte wurden festgenommen.
LGBTQ-Aktivisten droht Straflager
Vor Kurzem wurden die Gesetze noch verschärft: Es dürfen keine Bücher mehr verkauft werden, in deren Handlungen gleichgeschlechtliche Liebe vorkommt. Ganze Auflagen mussten vernichtet werden. Menschen, die für die Rechte von Homosexuellen kämpfen, werden als Extremisten verfolgt – es droht Haft in einem Straflager.
Die Zensur in Russland wurde auch in anderen Bereichen verschärft. So müssen mehrere Biografien des bekannten russischen Schriftstellers Michail Bulgakow („Meister und Margarita“) oder des Poeten, Sängers und Schauspielers Wladimir Wyssozki nun markiert werden – es wird vorgeworfen, dass darin Werbung für Drogenmissbrauch gemacht wird.









Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.