Nach Angaben von Toshiba könnte der Drucker "B-SX8R", der bereits in den 1970er Jahren entwickelt wurde, bis zu zwölf Seiten pro Minute drucken. Die maximale Auflösung beträgt 300 dpi. Der Drucker sei nach Angaben von Toshiba für Unternehmen geeignet, in denen permanente Ausdrucke nicht wirklich von Nöten sind. Das Prinzip des Druckers entspricht jenem von Thermopapier in Fax-Geräten. Auf der PET-Schicht ist eine hitzesensible chemische Beschichtung aufgebracht, die unter verschiedenen Umständen entweder weiß oder schwarz wird.
Nach Angaben von Mike Kean von Toshiba Europa kann man das Kunststoff-Papier unter normalen Bedingungen bis zu 500 Mal wieder verwenden. "Es handelt sich nicht um eine neue Technologie, sondern um eine bereits bewährte Anwendung", so Kean. Das Wesentliche an dem System ist die CO2-Einsparung. Bei den Anwendungen sparen die Unternehmen gleich doppelt, rechnet der Unternehmenssprecher vor: In der Herstellung verbraucht der "B-SX8R" etwa 1,5 Kilogramm CO2. Im Vergleich dazu verbrauchen moderne Laser Printer 6,5 Kilogramm CO2. Wesentlich sei auch das Einsparungspotenzial von Papier. Das bedeute auch, dass weniger Papier recycelt werden müsse.
Kritiker halten dem entgegen, dass das PET-Papier pro Seite derzeit etwa zehn Dollar koste. Auch die Kosten für den Drucker fallen mit bis zu 7.500 Euro eher hoch aus. Für die Druckerfarbe entfallen jedoch keine weiteren Kosten, da die Farb-Pigmente bereits in der Folie enthalten sind. Ebenfalls kritisiert wird der Umstand, dass durch die speziellen PET-Folien ein erneuerbarer Rohstoff durch einen in Wirklichkeit nicht erneuerbaren ersetzt würde. Toshiba plant den "B-SX8R" spätestens bis 2008 auch in Europa auf den Markt zu bringen (pte).
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