Mi, 26. September 2018

4200 Euro Lösegeld!

31.05.2017 11:36

Verseuchte PDF-Files mit Erpresser-Virus in Umlauf

Cyberkriminelle nehmen deutschsprachige Internetnutzer mit einem neuen Erpresser-Trojaner ins Visier. "Jaff" verbreitet sich über verseuchte PDF-Dateien in gefälschten E-Mails, verschlüsselt die Dateien auf der Festplatte und fordert von seinen Opfern umgerechnet 4200 Euro Lösegeld.

Wie "Heise Security" berichtet, ist das Lösegeld in Bitcoins zu entrichten. In Deutschland warnt das Landeskriminalamt Niedersachsen explizit vor dem neuen Trojaner. Wer Opfer von "Jaff" wird, hat bislang keine Möglichkeit, seine Daten wiederherzustellen. Ein Entschlüsselungs-Tool, wie es Sicherheitsforscher schon für manch andere Ransomware bereitgestellt haben, gibt es noch nicht.

Die Infektion erfolgt über verseuchte PDF-Dokumente. Sie werden als Anhang per E-Mail verschickt, die Mail tarnen die Cyberkriminellen als vermeintliche Rechnungen. Wer das PDF-Dokument im Anhang öffnet, holt sich den Schädling auf den Rechner. Nach der Infektion beginnt er sofort, persönliche Daten zu verschlüsseln. Verschlüsselte Dateien erkennt man an der Endung ".wlu".

"Jaff" braucht keine Internetverbindung
Wer das verseuchte PDF-Dokument öffnet, erhält zwar noch eine Sicherheitswarnung. Die dürften viele Nutzer aber einfach wegklicken. Interessantes Detail: Während viele andere Erpressertrojaner nur funktionieren, wenn der Opfer-PC mit dem Internet verbunden ist und sie Kontakt zu ihrem Kontroll-Server haben, braucht "Jaff" keine Internetverbindung, um sein Werk zu vollenden.

Damit Sie nicht Opfer des neuen Erpresser-Trojaners werden, sollten Sie Sicherheitsvorkehrungen treffen. Die wichtigste: Seien Sie misstrauisch und löschen Sie verdächtige Mails sofort. Wenn Sie eine Rechnung von einem Unternehmen unterhalten, bei dem Sie nicht Kunde sind oder von dem Sie sonst keine E-Mail-Rechnungen erhalten, handelt es sich ziemlich sicher um einen Cyberangriff. Zusätzlichen Schutz bieten regelmäßige Updates und ein Virenscanner.

 krone.at
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