Ins Meer gestürzt

Suche nach Österreicher in Kroatien eingestellt

Österreich
30.07.2026 19:27
Porträt von krone.at
Von krone.at

Seit vergangenem Sonntag wird ein 46-Jähriger aus Österreich in der kroatischen Adria vermisst. Der Mann war während eines Sturms von einem Segelboot ins Wasser gestürzt. Nun wurde die Suche nach ihm eingestellt, wie das kroatische Meeresministerium mitteilte.

„Die koordinierte Operation war mit der ersten Vermisstenmeldung am 26. Juli eingeleitet worden und wurde bis heute im weiteren Gebiet des westlichen Teils des Schärengartens von Split fortgesetzt“, sagte ein Sprecher am Donnerstagabend zu „MeinBezirk“. Im Einsatz seien unter anderem die Hafenbehörde Split, die Küstenwache, Drohnen und Boote der See- und Flughafenpolizei gewesen. An den vergangenen beiden Tagen sei auch Unterstützung von Rettungsbooten und einem Polizeiboot gekommen.

Doch die Anstrengungen brachten keinen Erfolg. Der 46-Jährige blieb weiter vermisst. Der 46-jährige Skipper war während eines schweren Sturms in das Meer gestürzt. Auf dem Segelboot waren zu dem Zeitpunkt noch sechs weitere Menschen aus Österreich, die unverletzt blieben. Sie konnten in Sicherheit gebracht werden.

Hier sehen Sie eine Aufnahme von dem betroffenen Boot:

Zweieinhalb Meter hohe Wellen
„Die Besatzung gab an, dass der Kapitän, also der Steuermann, ins Meer gefallen war. Unseren Informationen zufolge wollte er das um die Schiffsschraube gewickelte Seil überprüfen. Aufgrund der etwa zweieinhalb Meter hohen Wellen wurde er vom Boot abgetrieben (...)“, sagte Ivan Paušić, Leiter des Navigationssicherheitsdienstes der Hafenbehörde Split, zur kroatischen Tageszeitung „Slobodna Dalmacija“. Die Begleiterinnen und Begleiter hätten noch vergeblich versucht, dem Mann ein Seil zuzuwerfen.

Er könnte in den Bereich der Schiffsschrauben geraten sein. Man habe ihn wenige Minuten später aus den Augen verloren, hieß es in kroatischen Medien. Die Besatzung war auf dem Weg zu den Inseln Hvar und Korčula. Das Boot gehörte laut Medienberichten einer kroatischen Charterfirma.

Keine Hinweise auf technischen Defekt
Nach dem Vorfall wurde eine umfangreiche Such- und Rettungsaktion eingeleitet. Laut den kroatischen Behörden gibt es keine Hinweise auf Alkohol, technische Defekte am Schiff oder Fremdeinwirkung.

Erst Mitte Juni kamen bei einem Schiffsunglück zwischen den kroatischen Inseln Brač und Šolta drei Menschen ums Leben. Dabei kollidierte ein Passagierkatamaran mit einem Segelboot. Das Segelboot sank daraufhin.

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