Forscher warnen:

WhatsApp-Daten auf Android-Smartphones ungeschützt

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03.03.2017 16:10
Porträt von krone.at
Von krone.at

Forscher warnen vor einer klaffenden Sicherheitslücke in Android: Über WhatsApp verschickte Dateien sind nach Einschätzung des Fraunhofer-Instituts für Angewandte und Integrierte Sicherheit trotz starker Ende-zu-Ende-Verschlüsselung auf Smartphones mit dem mobilen Betriebssystem nicht vor fremdem Zugriff geschützt.

Mediendaten wie Bilder oder Dokumente würden auf Android nicht ausreichend gesichert, schrieben die Forscher des Instituts. Demnach würden Nachrichten und Daten für den Versand bei WhatsApp zwar verschlüsselt, beim Empfänger jedoch wieder entschlüsselt und in einem ungeschützten Bereich auf dem Gerät gespeichert. "Das Problem ist, dass Daten auf der SD-Karte auch für andere Apps zugänglich sind", erklärte Julian Schütte vom Fraunhofer-Institut AISEC. "Jede App, die Zugriff auf die SD-Karte hat, kann alle dort gespeicherten Mediendaten auslesen, löschen oder manipulieren."

Nach einer Analyse der AISEC-Forscher verfügt ein Großteil der beliebtesten Apps aus dem Google Play Store über die Berechtigung, auf den ungeschützten Speicher zuzugreifen. Für den Einsatz in Unternehmen könne WhatsApp deshalb problematisch sein, "weil das Sicherheitsrisiko ohne den Einsatz weiterer Schutzmaßnahmen zu groß ist", folgert Schütte. "Es ist wichtig zu verstehen, dass eine verschlüsselte Verbindung allein noch keine Sicherheit garantiert."

WhatsApp wollte die Einschätzung der Fraunhofer-Forscher nicht kommentieren. Der Dienst verwies lediglich auf die Option, das Abspeichern von Medieninhalten im Telefon zu unterbinden, wenn WhatsApp-Anwender sich bezüglich der Sicherheit ihres Mobiltelefons Sorgen machen. In den Einstellungen der App könne man die Option "Speichere eingehende Medien" deaktivieren. Dann würden die Medien nur in den WhatsApp-Chats zur Verfügung stehen.

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