Di, 18. September 2018

Nach DDoS-Angriffen

27.10.2016 09:34

US-Geheimdienste: "Kein Staat hinter Cyberattacke"

Der Chefkoordinator der US-Geheimdienste, James Clapper, vermutet nichtstaatliche Angreifer hinter der massiven Hackerattacke vor wenigen Tagen. In einem Interview des Fernsehsender CBS sagte er am Dienstag auf die Frage, ob nichtstaatliche Akteure verantwortlich seien: "Danach sieht es vorläufig aus." Die Ermittlungen liefen allerdings noch, gab Clapper zu bedenken.

Er wolle keine abschließende Aussage treffen. Zu dem Vorfall müssten "sehr viele Daten" gesammelt werden. Der Hackerangriff hatte am vergangenen Freitag in den USA zahlreiche populäre Internetdienste zeitweise zum Erliegen gebracht. Der Internet-Dienstleister Dyn wurde Opfer einer sogenannten Denial-of-Service-Attacke, bei dem das System durch massenhafte Anfragen zum Zusammenbruch gebracht wird. Betroffen waren davon Dyn-Kunden wie etwa Twitter, Spotify, eBay, Netflix sowie Medien wie CNN oder die "New York Times".

Am Montag hatte US-Heimatschutzminister Jeh Johnson Entwarnung gegeben. "Momentan denken wir, dass die Attacke neutralisiert wurde", erklärte er. Zuletzt hatte in den USA eine Serie von Cyberangriffen für Aufsehen gesorgt, die russischer Herkunft sein sollen. Unter anderem soll Russland hinter dem Diebstahl von Tausenden E-Mails stehen, die vom persönlichen Konto des Wahlkampfmanagers der demokratischen US-Präsidentschaftskandidatin Hillary Clinton, John Podesta, stammen. Sie wurden auf der Enthüllungsplattform WikiLeaks veröffentlicht.

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