Der Salzburger Landesrechnungshof prüft ein Geschäft zwischen einer Tochterfirma des Landes, die das Stadion verwaltet, und Red Bull. Bei einer vorangegangenen Prüfung wurde der Deal den Rechnungshofprüfern verschwiegen.
Aufregung beim Landesrechnungshof: Diese Woche veröffentlichten die Prüfer einen kritischen Bericht zur Land-Invest, einer Tochterfirma des Landes zur Grundstücksverwaltung. Im Zuge der nachfolgenden internen Qualitätssicherung trat überraschend zutage, dass die Gesellschaft den Prüfern nicht die ganze Wahrheit gesagt hat.
„Man wird nicht gerne angelogen“
„Man wird nicht gerne angelogen“, sagt Landesrechnungshof-Direktor Ludwig Hillinger zur „Krone“. Deshalb wird es jetzt noch eine weitere Prüfung geben. Die Details: Eine Tochterfirma der Land-Invest, die SWS-Stadion Wals-Salzburg GmbH, die für das Land die Red Bull Arena verwaltet, hatte auf mehrfache Nachfrage versichert, dass sie keine Grundstücksgeschäfte getätigt habe.
Ein Blick ins Grundbuch offenbarte allerdings, dass es sehr wohl einen Grundstücksverkauf an Red Bull gab. Konkret wurden 733 Quadratmeter für die Errichtung eines Gebäudes des Red Bull Media House veräußert. Der Getränkeriese zahlte für das Grundstück knapp 350.000 Euro. Die Stadion-Gesellschaft des Landes wird somit noch einmal vertieft geprüft. „Wir werden uns das alles anschauen. Ich denke, das wird eine flotte Prüfung“, glaubt Hillinger.
Politisch fordert die KPÖ Konsequenzen des zuständigen Raumordnungslandesrates Martin Zauner (FPÖ). Die ursprüngliche Land-Invest-Prüfung hatte die KPÖ beauftragt. „Wer wichtige Akten vor dem Landesrechnungshof verheimlicht, sabotiert dessen Arbeit und damit die demokratischen Kontrollrechte der Opposition. Das ist kein Kavaliersdelikt und muss Konsequenzen haben“, sagt KPÖ-Klubchefin Natalie Hangöbl. Laut einer Stellungnahme des Landes wurde das Geschäft „aus Versehen“ nicht angegeben.
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