Di, 21. August 2018

Crowdfunding-Fail

11.08.2016 12:12

Spenden für Autos und Stripperinnen verprasst

Einmal mehr sind Unterstützer einer Crowdfunding-Kampagne um ihr Geld gebracht worden. Getroffen hat es diesmal die Fans eines smarten Motorradhelms der US-Firma Skully. Deren Gründer verprassten das Spendengeld lieber für schnelle Autos und Stripperinnen, wie jetzt aus einer Klageschrift hervorgeht.

Das Start-up aus San Francisco hatte 2014 auf Indiegogo eine Crowdfunding-Kampagne zur Finanzierung seines Motorradhelms AR-1 gestartet. Der "weltweit smarteste Motorradhelm" sollte über ein sogenanntes HUD (Head-up-Display) wichtige Informationen im Sichtfeld einblenden, ohne dass Fahrer dafür ihren Blick von der Straße abwenden müssen.

Spendenziel um das Zehnfache übertroffen
Das von Skully angepeilte Spendenziel von 250.000 US-Dollar wurde nicht nur erreicht, sondern mit rund 2,5 Millionen Dollar um nahezu das Zehnfache übertroffen. Trotzdem erklärte das Unternehmen in der vergangenen Woche das Projekt völlig überraschend für gescheitert und kündigte an, Gläubigerschutz zu beantragen. Für die rund 2000 Unterstützer bedeutet dies: Ihr Geld ist weg.

Spenden für Autos und Stipperinnen veruntreut
Wie jetzt aus einer Klageschrift der ehemaligen Assistentin Isabelle Faithauer hervorgeht, dürfte es von den beiden Firmengründern Marcus und Mitch Weller für "persönliche Ausgaben" veruntreut worden sein. Demnach sollen die beiden Brüder das Geld unter anderem für die Miete eines Apartments in San Franciscos Marina Discrict, vier Motorräder sowie Sportwagen ausgegeben haben.

Laut der Website "Buzzfeed", die die Klageschrift veröffentlichte, mieteten sich die beiden Brüder nicht nur für ein Wochenende einen Lamborghini, sondern "investierten" die Spendengelder auch in eine Dodge Viper - und eine weitere, nachdem die erste bei einem Unfall zu Schaden kam. Auch einen Strafzettel und mehrere Erste-Klasse-Flüge und Reisen finanzierten sich die Brüder mit dem Crowdfunding-Geld. 2000 Dollar flossen zudem in Miet-Limousinen, 2345 Dollar in Gemälde und 2000 Dollar ließen die Skully-Gründer in einem Strip-Club namens "De Ja Vu".

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Anklage fallengelassen
Hillsborough-Katastrophe: Polizist entlastet!
Fußball International
Die „Krone“ vor Ort
Gruselig! Nur Polizei bei Salzburgs Geister-Hit
Fußball International
Kein Platz in Madrid
Real-Youngster Ödegaard geht zu Vitesse Arnheim!
Fußball International
Champions League
LIVE: Red Bull Salzburg muss gegen Roter Stern ran
Fußball National
Aus und vorbei
Thomas Doll nicht mehr Trainer von Ferencvaros
Fußball International
Franz Lederer gefeuert
Robert Almer neuer Sportdirektor bei Mattersburg!
Fußball National

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.

Nachrichten aus meinem Bundesland
Die Bekanntgabe Ihres Bundeslandes hilft uns, Sie mit noch regionaleren Inhalten zu versorgen.