Zäh wie ein geschmackloser Kaugummi zog sich die Affäre Dornauer bei den Tiroler Sozis. Nun gab es einen Schlussstrich und Claus Meinert, Chefredakteur der „Tiroler Krone“, zieht seine Schlüsse.
In der Politik ist es oft so wie mit einem Kaugummi. Irgendwann ist der Geschmack zwar weg, aber man kaut trotzdem und ohne nachzudenken weiter. Aus reiner Gewohnheit und wahrscheinlich nur, damit man etwas zwischen den Zähnen spürt. Beim „Never Ending Streit“ der Tiroler SPÖ mit ihrem geschassten, einst vielfach gefeierten „Helden“ Georg Dornauer ist es ähnlich. Die einen, die Landespartei, will den mittlerweile geschmacklosen, gar nicht mehr angenehmen Kaugummi nur mehr loswerden, ausspucken. Der Kaugummi, also Dornauer, hatte eigentlich vor, so lange wie nur möglich „gekaut“ zu werden und damit in aller Munde zu bleiben. Beides passt natürlich so wie ein Plus und ein Minus nicht zusammen, da kann man noch so linkslinks angehaucht sein.
Gewinner geht daraus wohl keiner hervor. Aktuelle Umfragen belegen, dass sich Tirols SP auf einem Allzeit-Umfragetief befindet, so wie auch die Bundespartei.
Claus Meinert
Das Ergebnis kennen wir seit Wochen, ja Monaten: ein ver- und erbitterter Clinch. Gewinner geht daraus wohl keiner hervor. Aktuelle Umfragen belegen, dass sich Tirols SP auf einem Allzeit-Umfragetief befindet, so wie auch die Bundespartei. Derzeit bräuchte es wohl ein SPÖ-Wunder. Aber Wunder gibt es ja bekanntlich nicht.
Und Dornauer? Er muss nun mit aller Kraft an der spür- und sehbaren politischen Oberfläche bleiben. Das wird hart, sehr hart. Denn die anderen Parteien werden ihm bis zur Landtagswahl 2027 so wenig Luft wie nur möglich zum Atmen geben. Wer Dornauer politischen Odem einhaucht, sprich finanziell hilft, darüber wird viel spekuliert. Aber hier klaffen Wunschtraum und Realität weit auseinander.
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