Blau-Weiß Linz hat die Rote Laterne an den WAC weitergereicht. Die Oberösterreicher entschieden das Kellerduell der Fußball-Bundesliga mit 3:0 (1:0) für sich und verließen erstmals seit 23. November das Tabellenende. Shon Weissman (29.) und Nico Maier (66., 94.) erzielten die Tore.
Vier Runden vor dem Ende spricht nun vor allem der Trend für Blau-Weiß und gegen den WAC. Der einen Punkt zurückliegende Cupsieger aus Kärnten ist bereits zwölf Spiele in Folge sieglos.
Blau-Weiß-Fans hatten in der Nacht ein Feuerwerk vor dem Mannschaftshotel des WAC gezündet. Ihre Mannschaft präsentierte sich dann nicht zuletzt beim Führungstreffer auf dem Platz vor 5.596 Zuschauern ausgeschlafener. Weissman behauptete sich im Gerangel um den Ball robust gegen Dominik Baumgartner, der den Stand verlor und so dem Israeli Tür und Tor öffnete. Weissman schloss aus der Drehung zum 1:0 ab.
Schiedsrichter Sebastian Gishamer hatte bereits in der Startphase zur langen Leine tendiert. Eine Handspielsituation gab es auch: Beim Handspiel des Linzer Verteidigers Alem Pasic im Strafraum winkte der Referee ab (17.). Die Linzer präsentierten sich von Beginn weg torgefährlicher, der WAC tauchte selten im gegnerischen Strafraum auf. Das Gegenpressing der Gastgeber griff. Nicht aber in Minute 36, als Dejan Zukic nach einem abgefangenen Querpass erneut an den Ball kam, jedoch am Winkelspiel von Torhüter Nico Mantl scheiterte.
Freistoß bringt die Vorentscheidung
WAC-Trainer Thomas Silberberger brachte mit Jessic Ngankam und Markus Pink zwei frische Stürmer zur Pause für David Djuric und den unsichtbaren Erik Kojezk. Die Kärntner wurden drängender, aber nicht konkret genug. Die Vorentscheidung fiel nach einer Stunde. WAC-Routinier Nicolas Wimmer stoppte den durchbrechenden Weissman knapp vor dem Strafraum und sah Gelb (63.). Ein Ausschluss stand im Raum, Gishamer blieb nach Ansicht der TV-Bilder bei seiner Entscheidung. Ungeachtet dessen versenkte Maier den fälligen Freistoß flach ins Tormanneck zum 2:0 (66.).
Mit dem Mut der Verzweiflung kamen bei den Kärntnern auch noch Donis Avdijaj und Alessandro Schöpf. Doch auch mit diesen Kreativspielern versuchte der WAC vergeblich, den immer dichter werdenden Linzer Abwehrriegel zu knacken. Kopfbälle von Wimmer und Pink flogen über das Tor, ehe die Truppe von BW-Coach Michael Köllner geschickt Zeit von der Uhr nahm. Bei Kärntner Auflöseerscheinungen tief in der Nachspielzeit stellte Maier noch auf 3:0.
FC Blau-Weiß Linz – Wolfsberger AC 3:0 (1:0)
Linz, Hofmann Personal Stadion, 5.596 (ausverkauft), SR Gishamer.
Tore:
1:0 (29.) Weissman
2:0 (66.) Maier
3:0 (94.) Maier
Blau-Weiß: Mantl – Pasic, Maranda, Varesi-Strauss – Reiter (88. Dahlqvist), Briedl, S. Seidl (88. Mensah), Pirkl – Maier – Weissman (80. Cvetko), Ronivaldo (57. Fofana)
WAC: Polster – Baumgartner (69. Wohlmuth), Piesinger (77. Schöpf), Wimmer – Matic, Sulzner, Agyemang, Djuric (46. Ngankam) – Gattermayer, Kojzek (46. Pink), Zukic (69. Avdijaj)
Gelbe Karten: Ronivaldo, Varesi-Strauss bzw. Wimmer, Ngankam, Matic
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