Demnächst wird die Waffenruhe zwischen den USA und dem Iran auslaufen. US-Präsident Donald Trump will die Feuerpause laut eigener Aussage nicht verlängern. „Ich will das nicht tun. Wir haben nicht so viel Zeit“, sagte er zum Sender CNBC.
„Ich gehe davon aus, dass wir bombardieren werden, da dies die bessere Ausgangsposition ist. Aber wir sind bereit. Das Militär brennt auf einen Einsatz“, fuhr der US-Präsident fort. Zunächst hatte sich die US-Regierung noch zuversichtlich gezeigt, dass Gespräche mit dem Iran in Pakistan in letzter Minute stattfinden würden. Allerdings gab es am Dienstag keine offizielle Antwort der iranischen Führung, ob sie an einer zweiten Verhandlungsrunde teilnehmen werde oder nicht. „Eine Entscheidung des Iran, an den Gesprächen vor dem Ende der zweiwöchigen Waffenruhe teilzunehmen, ist von entscheidender Bedeutung“, kommentierte Pakistans Informationsminister Attaullah Tarar.
„Widersprüchliche Botschaften“ der USA
Ein ranghoher iranischer Vertreter sagte, dass eine Teilnahme erwogen werde. „Wir wollen nicht erneut angegriffen werden, sollten solche Angriffe jedoch erfolgen, werden wir auf jeden Fall entschlossener reagieren als zuvor“, sagte die Regierungssprecherin Fatemeh Mohajerani. „Die jetzige Situation ist nicht auf eine Unentschlossenheit oder Verzögerungstaktik des Irans zurückzuführen, sondern auf widersprüchliche Botschaften, unklare Verhaltensmuster und inakzeptable Handlungen der USA“, sagte schließlch Außenamtssprecher Esmaeil Baghaei.
Ursprünglich hatte es geheißen, dass die Waffenruhe in der Nacht auf Donnerstag (MESZ) enden werde. Nun sagte der Vermittlerstaat Pakistan aber, dass das Ende bereits am frühen Mittwochmorgen (1.50 Uhr MESZ) sei.
Verstöße gegen Feuerpause?
Trump hatte dem Iran zahlreiche Verstöße gegen die Waffenruhe vorgeworfen, ohne weitere Details zu nennen. Teheran hatte wiederum erklärt, die Blockade iranischer Häfen komme einer Verletzung der Waffenruhe durch die Vereinigten Staaten gleich. Man werde nicht verhandeln, solange diese aufrechterhalten werde. Die iranische Führung hält im Gegensatz die Straße von Hormuz gesperrt. Damit werden dem Weltmarkt täglich 20 Millionen Barrel Öl entzogen, die diese Route normalerweise passieren.
Bei den US-israelischen Angriffen auf den Iran sowie einer parallelen israelischen Bombardierung und dem Einmarsch in den Libanon wurden bisher Tausende Menschen getötet. Die Waffenruhe wurde für zwei Wochen beschlossen.
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