Mo, 20. August 2018

"Wie in Nordkorea"

01.07.2016 08:48

Mitarbeiter rechnet mit "Diktator" Zuckerberg ab

Es fühlte sich für ihn an, als wäre er in Nordkorea gelandet - mit Mark Zuckerberg als Diktator. So rechnet ein ehemaliger Facebook-Mitarbeiter jetzt in seiner Autobiografie mit dem Gründer und Chef des sozialen Netzwerks ab...

In "Chaos Monkeys: Obscene Fortune and Random Failure in Silicon Valley" (etwa "Chaotische Affen: Obszöner Reichtum und zufälliges Scheitern im Silicon Valley") schreibt der vor zwei Jahren gefeuerte Werbefachmann Antonio Garcia Martinez, dass Zuckerberg sein Unternehmen mit eiserner Hand leite.

"Wie eine Sekte"
Es sei wie eine Sekte gewesen, bei der ein interner "KGB-mäßiger" Sicherheitsdienst mit Namen "The Sec" die Mitarbeiter überwacht habe. "Sec" ist ein Begriff aus der Tech-Welt und ist ein Instrument, mit der Computerentwickler Probleme ausfindig machen, bevor sie entstehen können.

Facebook-Mitarbeiter sollten mindestens 20 Stunden am Tag arbeiten und sich Essen anliefern lassen. Das ganze überwachte Zuckerberg aus seinem gläsernen Office, was von seinen Angestellten als "Das Aquarium" bezeichnet wurde.

Sexistische Vorschriften
Und Martinez enthüllt die sexistischen Vorschriften am Arbeitsplatz, an dem weibliche Kolleginnen "nichts tragen durften, was die Männer im Büro von ihrer Arbeit ablenken würde." Immer wieder seien Frauen abgemahnt worden, deren Röcke zu kurz waren. Für Männer gab es keine Kleidungsvorschriften.

"Bitte quittiere deinen Job"
Zuckerberg selbst sei von Geheimhaltung besessen gewesen. Martinez: "Als ein Mitarbeiter Details über ein neues Produkt verriet, schrieb ihm Zuckerberg eine E-Mail mit der Überschrift 'Bitte quittiere deinen Job' - in CC an alle anderen Mitarbeitern als Abschreckung."

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.