Bank getroffen

Erneut Hackerangriff auf Zahlungssystem SWIFT

Web
13.05.2016 08:42

Nach dem spektakulären Hackerangriff auf die Zentralbank von Bangladesch haben Cyber-Bankräuber offenbar ein weiteres Mal im globalen Zahlungssystem SWIFT zugeschlagen. Diesmal sei eine Geschäftsbank betroffen, teilte SWIFT am Donnerstagabend in Boston mit. Um welche Bank es sich dabei handelt und ob bereits Schaden entstanden ist, teilte die Organisation nicht mit.

Experten hätten festgestellt, dass die beim Hackerangriff in Bangladesch verwendete Schadsoftware erneut zum Einsatz gekommen sei. Die Angreifer verfügten über "große und differenzierte Kenntnisse" über die Kontrollmechanismen der Banken, betonte SWIFT und rief diese dazu auf, ihre Sicherheitsvorkehrungen zu überprüfen. Man gehe von einer "breiten und höchst anpassungsfähigen" Angriffsserie auf Banken aus.

Tippfehler verhinderte noch größeren Schaden
Cyberdiebe hatten Anfang Februar 81 Millionen Dollar von der Zentralbank in Bangladesch erbeutet. Abgesehen hatten sie es auf rund eine Milliarde Dollar. Dass sie damit nicht erfolgreich waren, lag an einem Tippfehler in einer Überweisung, der eine Bank misstrauisch werden ließ.

Angriff verschleiert
SWIFT zufolge waren die Hackerangriffe schwer erkennbar. Die Kriminellen hätten sich Zugriff auf Rechner von Finanzinstituten verschafft, die regulär mit dem Zahlungssystem verbunden waren. Die Angreifer hätten dadurch im System die Identität befugter Nutzer annehmen und in deren Namen tätig werden können.

Das verwendete Schadprogramm mit dem Namen "evtdiag.exe" diente den Angaben zufolge dazu, Spuren zu verwischen, indem Informationen über die betrügerischen Überweisungen verfälscht oder gelöscht wurden. Ziel war, den Raub zu verschleiern, bis die Täter ihr gestohlenes Geld in Sicherheit gebracht hatten.

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