Regen, Regen, Regen

So sind Sie bei Aquaplaning sicher unterwegs

Motor
31.05.2013 11:35
Aquaplaning ist das Schreckgespenst der Autofahrer – und das spukt zurzeit leider häufig auf unseren Straßen. Die vielerorts starken Regenfälle führen immer wieder zu gefährlichen Situationen. "80 km/h können auch auf der Autobahn schon zu schnell sein, wenn eine akute Aquaplaning-Situation herrscht. Die Fahrbahn wird dann rutschig wie eine Eisfläche", warnt der ÖAMTC.

Aquaplaning wird zwar durch Wasser ausgelöst, Unfälle sind aber auf Lenkfehler der Fahrer zurückzuführen. Rein technisch gesehen ist Aquaplaning der teilweise oder gesamte Kontaktverlust zwischen Reifen und Straße. Die häufigste Form ist das Spurrillen-Aquaplaning. Fährt man zu schnell, können die Vorderreifen das Wasser nicht schnell genug aufnehmen und wieder ableiten. Es bildet sich ein richtiger Wasserkeil zwischen Reifen und Fahrbahn. 

Besondere Gefahr droht beim Spurwechsel oder Überholen, wenn man mit einer Fahrzeugseite in die Rille gerät, einen Bremsschlag abbekommt und das Auto verzieht. "Dann wird zumeist falsch reagiert, indem der Lenker im Schreck falsch oder hektisch lenkt und bremst", so der ÖAMTC.  

So verhalten Sie sich richtig
Aquaplaning hängt von drei maßgeblichen Faktoren ab: Wasserhöhe auf der Fahrbahn, gewählte Geschwindigkeit und Reifenprofiltiefe. Auf letzteren Punkt kann man vorbeugend schauen: Im Idealfall haben die Pneus nicht weniger als vier Millimeter, keinesfalls aber unter drei Millimeter Profil. Ansonsten zählt nur die richtige Reaktion im Anlassfall selbst.

  • Bei starkem Regen heißt das: beide Hände ans Lenkrad, Fahrbahn und die Fahrspuren beobachten, Tempo reduzieren, abrupte Fahrmanöver vermeiden.
  • Wichtig ist, auf eine schwierige Fahrsituation auch geistig vorbereitet zu sein und dennoch cool zu bleiben. 
  • Unbedingt das Radio leiser stellen, um besser zu hören, ob viel Wasser auf der Fahrbahn ist, das dann im Radkasten entsprechende Geräusche macht.
  • Erhöhte Aquaplaning-Gefahr besteht dann, wenn die Spuren des vorderen Fahrzeuges bereits verschwimmen oder sich Pfützen auf der Fahrbahn bilden.
  • Schwimmt das Fahrzeug auf, dann Gas wegnehmen und Kupplung treten, Lenkung unverändert in Fahrtrichtung halten. Die Räder dürfen nicht blockieren oder in die falsche Richtung zeigen, wenn sie wieder Kontakt zur Straße bekommen. Sie sollten in einer solchen Situation "frei rollen" können. Die Motorbremswirkung könnte unangenehme Folgen haben. Noch fataler wäre aber ein falscher Lenkeinschlag.
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