Mund auf, Spinat rein, Muskeln da - was der berühmte Comic-Held Popeye jahrelang vorgemacht hat, funktioniert im übertragenen Sinne wirklich: Das grüne Blattgemüse beschleunigt das Muskelwachstum, wie US-Forscher bestätigt haben. Doch nicht nur das: Das Powerkraut macht auch noch eine schöne Haut, gibt Energie und stärkt das Immunsystem.
Spinat enthält neben einem Kraft spendenden Pflanzenhormon viele weitere wertvolle Stoffe, die das grüne Gemüse zu einem wahren Gesundheitsquell machen.
Energiekick durch Eisen
Eisen, für das Spinat ja immer berühmt war, ist für den Transport von Sauerstoff im Körper notwendig. Wer seinen Energiehaushalt pushen will, sollte deshalb öfter Spinat essen. 100 Gramm frischer Spinat enthält etwa 3,5 Milligramm Eisen, das ist zwar nicht so viel wie die früher behaupteten 35 Milligramm, die durch einen Fehler eines Wissenschaftlers zustande gekommen sind, ist aber immer noch reichlich.
Schönheitsvitamin E
Auch wer seiner Haut etwas Gutes tun will, sollte Spinat essen. Das Vitamin E in dem Blattgemüse wirkt antioxidativ und hält so die Haut jung. Außerdem soll das Vitamin vor Herzinfarkten und Alzheimer schützen. Muskeln und Nerven werden gestärkt und die Durchblutung gesteigert.
Karotine gegen Viren
Karotine, die im Spinat vorhanden sind, sind wahre Wunderwaffen gegen Viren, weil sie die Produktion von natürlichen Killerzellen fördern. Gemeinsam mit Vitamin E sollen sie sogar Krebs vorbeugen.
Vitamin A für die Haut
Das wichtige Vitamin A - das vom Körper nur in Kombination mit etwas Fett verwertet werden kann! - sorgt dafür, dass Haut, Blutkörperchen und Stoffwechsel in Gang bleiben, außerdem ist es wichtig für die Sehkraft.
Radikalfänger Vitamin C
Spinat enthält auch eine gute Portion des Radikalfängers Vitamin C, das außerdem das Immunsystem stärkt, indem es die Produktion von Interferon fördert, das hilft, im Körper Viren zu zerstören.
Topvitamin Folsäure
Mit Spinat kann einem Folsäuremangel, der schlimme Folgen haben kann, vorgebeugt werden: Denn ein zu niedriger Folsäurespiegel wird nicht nur für Depressionen und Schlaganfälle verantwortlich gemacht, sondern kann im ersten Schwangerschaftsdrittel zu Fehlentwicklungen des Embryos (Neuralrohrdefekte) führen. Besonders zwischen dem 22. und 28. Schwangerschaftstag sollten werdende Mütter Folsäure einnehmen.
Folsäure wird zum Aufbau von roten und weißen Blutkörperchen gebraucht, das Vitamin spielt auch eine wichtige Rolle bei der Zellteilung. Zur Vorbeugung gegen Sonnenallergie wird neben Kalzium auch Folsäure empfohlen.
Bitterstoffe, Zink und Co.
Spinat enthält Bitterstoffe, die die Verdauung anregen. Der Zellstoffwechsel wird angeregt, der Körper kann wieder zu Kräften kommen. Mineralien wie Zink, Kupfer, Mangan wehren freie Radikale ab und sind gut für den Stoffwechsel.
Zubereitung
Um Spinat richtig gesund zuzubereiten und alle Wirkstoffe zu erhalten, sollte das frische Gemüse gründlich gewaschen werden und dann höchstens fünf bis zehn Minuten gegart werden. Achtung: Spinat nicht mehr aufwärmen, der Nitratgehalt ist dann zu hoch.
Eine Alternative zum alljährlichen Gründonnerstags-Cremespinat mit Spiegelei gesucht? Eines der einfachsten und leckersten Rezepte ist es, den frischen Spinat nass, ohne viel weitere Flüssigkeitszugabe in einem Topf zerfallen zu lassen und dann mit Salz, Knoblauch und Olivenöl abzuschmecken. Auch als Zutat zu den derzeit so gehypten grünen Smoothies eignet sich Babyspinat perfekt. Mit Banane, Mango, Avocado, Zitronensaft und Wasser mixen - fertig ist der grüne Powershake!









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