Unfassbare Szenen spielten sich am Wochenende in Vomp in Tirol ab. Eine Zwölfjährige wurde von zwei Mädchen (14 und 13) mit einem Messer attackiert und im Gesicht verletzt. Ein Passant wurde auf das Geschehen aufmerksam, woraufhin die Angreiferinnen flüchteten.
Am vergangenen Samstag lockten eine 14-jährige Bulgarin und eine 13-jährige Kosovarin eine Bekannte gegen 21.30 Uhr unter einem Vorwand hinter das Kloster in Vomp. „Dort traten sie der Zwölfjährigen immer wieder gegen den Kopf, rissen ihr ein Büschel Haare aus und filmten dies mit einem Handy“, berichtet die Polizei. Außerdem drohten sie der jungen Österreicherin unter Vorhalt eines Messers mit dem Umbringen, sollte sie schreien.
Passant kam zu Hilfe
Nach einiger Zeit wurde ein zufällig vorbeikommender 50-jähriger Mann auf die Mädchen aufmerksam und begab sich zu ihnen. Daraufhin flüchteten die 13- und die 14-Jährige zu Fuß über die Felder in Richtung Gewerbegebiet und nahmen das Mobiltelefon der Zwölfjährigen mit.
Rache als mögliches Motiv
Die Fahndung nach den beiden Mädchen verlief vorerst ergebnislos. Durch den Angriff erlitt die Zwölfjährige mehrere Schwellungen und Hämatome im Gesicht. Sie wurde mit einem Rettungswagen in das Krankenhaus Schwaz eingeliefert. „Als Motiv für den Angriff vermutete die Zwölfjährige, dass sich die beiden an ihr rächen wollten, weil sie in der Vergangenheit einem anderen Mädchen geholfen hatte“, heißt es seitens der Ermittler.
13-Jährige untergetaucht
Am Mittwoch konnte die 14-Jährige schließlich von der Polizei angetroffen und zur sofortigen Vernehmung vorgeführt werden. Dabei wurden das Mobiltelefon der 14-Jährigen und das Schülerticket der Zwölfjährigen sichergestellt. Im Zuge der Vernehmung gestand die Bulgarin die Tat. Sie wird auf freiem Fuß angezeigt. „Die 13-Jährige konnte bisher noch nicht angetroffen und befragt werden“, so die Exekutive.
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