Di, 21. Mai 2019
29.01.2016 09:21

Quartalszahlen

Microsoft: Gewinn sinkt, Aktienkurs steigt dennoch

Die Talfahrt des PC-Marktes sorgt für weniger Umsatz und Gewinn beim US-Softwaregiganten Microsoft. Zugleich federte das Wachstum des Cloud-Geschäfts die Rückgänge etwas ab und der Aktienkurs stieg.

Der Umsatz im vergangenen Quartal sank im Jahresvergleich um zehn Prozent auf rund 23,8 Milliarden Dollar (21,86 Milliarden Euro). Der Gewinn fiel in dem Ende Dezember abgeschlossenen zweiten Geschäftsquartal um knapp 15 Prozent auf rund fünf Milliarden Dollar. Die Quartalszahlen übertrafen dennoch die Erwartungen der Analysten. Die Aktie legte um rund sieben Prozent zu.

Bei der größten Microsoft-Sparte, in die das Geschäft mit dem Windows-Betriebssystem, Geräten und Spielen einfließt, ging der Umsatz um 4,6 Prozent auf 12,66 Milliarden Dollar zurück. Im Geschäftsbereich "Produktivität", der vor allem von den Office-Programmen getragen wird, sanken die Erlöse um 1,9 Prozent auf 6,69 Milliarden Dollar.

Zugleich fielen die Rückgänge gemessen am rasanten Schrumpfen des PC-Marktes relativ moderat aus - die Verkäufe der Notebooks und Desktop-Rechner waren um rund ein Zehntel gefallen. Microsoft brachte im Sommer sein neues Betriebssystem Windows 10 auf den Markt. Im Gegensatz zu früheren Versionen konnte es dem PC-Markt jedoch bisher keinen Schub geben - nach Ansicht von Experten auch, weil Microsoft es ein Jahr lang an Nutzer mehrerer vorheriger Windows-Varianten verschenkt.

Cloud-Geschäft legte spürbar zu
Bei Cloud-Lösungen - einem Fokus von Konzernchef Satya Nadella - legte der Microsoft-Umsatz um fünf Prozent auf 6,34 Milliarden Dollar zu. Im Gerätegeschäft gab es Licht und Schatten. Die Umsätze mit dem Surface-Tablet wuchsen nach dem Start neuer Modelle um 29 Prozent, zumindest wenn man die Währungskurs-Schwankungen herausrechnet. Die Umsätze mit Handys halbierten sich dagegen.

Microsoft hatte die Ambitionen im Smartphone-Geschäft im vergangenen Juli drastisch gestutzt und den Abbau von 7.800 Arbeitsplätzen eingeleitet. Es traf auch viele Mitarbeiter, die mit der Übernahme der Handy-Sparte von Nokia zum Windows-Riesen gekommen waren. Redmond versucht nun, mit Windows-10-Handys verlorenen Boden gut zu machen, die über eine Docking-Station auch als PC nutzbar sind. Allerdings orten Insider hier einen Schlingerkurs.

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