Reparaturbedürftig

Der große Handy-Pannenreport

Elektronik
12.05.2006 16:17
Jedes fünfte Handy oder Smartphone muss zur Reparatur. Das enthüllt der aktuelle Pannenreport 2006 der Zeitschrift "connect". In der aktuellen Ausgabe (Heft 06/2006, EVT: 11. Mai) wertet das Magazin die Umfrage-Ergebnisse von rund 10.000 Lesern detailliert aus. Hauptgrund für streikende Mobiltelefone: Software-Fehler. Besonders betroffen sind Handys und Smartphones von Siemens und Nokia, aber auch Hardware der Marken Sony Ericsson und T-Mobile.

Laut "connect" mussten besonders oft Kunden von Siemens ihr Handy in die Werkstatt tragen – und das bei vergleichsweise relativ geringer Nutzungshäufigkeit. Lediglich achtmal täglich griffen Siemens-Besitzer im Schnitt zu ihrem Mobiltelefon, und dennoch beklagten die Umfrageteilnehmer eine hohe Ausfallquote von 19 Prozent.

Enttäuschend auch der finnische Hersteller Nokia: Nokia-Geräte wurden zwar 13-mal täglich genutzt, mussten dennoch in 18 Prozent der Fälle zur Reparatur. Brisant: Insbesondere der für Power-User konzipierte Nokia 9500 Communicator musste in 37 Prozent der Fälle eine Pause beim Service-Dienst einlegen und rangiert damit auf Platz zwei der aktuellen Pannen-Statistik.

Seine Hausaufgaben gemacht hat dagegen der französische Hersteller Sagem: Vor wenigen Jahren noch Paradebeispiel für Billig-Telefone mit Qualitätsproblemen, mussten nur noch sechs Prozent der Sagem-Handys zur Reparatur.

Sieger und Verlierer des Pannenreports
Ganz oben auf dem Treppchen der reparaturanfälligsten Geräte steht das UMTS-Handy Sony Ericcson V800. Vor allem Mängel beim Empfang führten dazu, dass sage und schreibe 38 Prozent der Umfrageteilnehmer ihr V800-Gerät schon einmal zur Reparatur bringen mussten.

Besitzer eines Samsung SGH-E720 können sich dagegen entspannt zurücklehnen: Bei diesem Modell lag die Reparaturquote mit lediglich acht Prozent besonders niedrig. Dieses Ergebnis passt laut "connect" in das Gesamtbild, denn im Markenvergleich überzeugte Samsung trotz leicht überdurchschnittlicher Nutzung mit einer geringen Defekt-Quote von zwölf Prozent.

Der Service lässt zu wünschen übrig
Minuspunkte sammeln die Hersteller in punkto Service und Leistung: Gegenüber dem Vorjahr stieg die durchschnittliche Reparaturdauer von 5,2 auf 5,5 Tage. Zudem wurden nur noch 29 Prozent aller defekten Handys innerhalb von 24 Stunden repariert – hier habe, so "connect", die Branche im Vergleich zum Vorjahr (33 Prozent) nachgelassen.

Am schnellsten arbeitete T-Mobile: Der Netzbetreiber setzte 38 Prozent seiner unter eigener Marke verkauften, fehlerhaften Geräte innerhalb von 24 Stunden instand und zeigte sich auch bei Leih- oder Tausch-Handys besonders großzügig.

Fast so schnell wie T-Mobile-Produkte waren in der Regel Nokia-Handys wieder fit: Hier bekamen in 36 Prozent der Fälle die Kunden ihr Mobiltelefon in weniger als 24 Stunden zurück. Auch Siemens-Modelle waren mit 31 Prozent oft binnen Tagesfrist wieder einsatzbereit. Deutlich schlechter in dieser Statistik schneiden hingegen Motorola (23 Prozent) und Samsung (22 Prozent) ab, vor Schlusslicht Sony Ericsson mit 21 Prozent.

Loading...
00:00 / 00:00
play_arrow
close
expand_more
Loading...
replay_10
skip_previous
play_arrow
skip_next
forward_10
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
explore
Neue "Stories" entdecken
Beta
Loading
Kommentare

Da dieser Artikel älter als 18 Monate ist, ist zum jetzigen Zeitpunkt kein Kommentieren mehr möglich.

Wir laden Sie ein, bei einer aktuelleren themenrelevanten Story mitzudiskutieren: Themenübersicht.

Bei Fragen können Sie sich gern an das Community-Team per Mail an forum@krone.at wenden.



Kostenlose Spiele