Di, 21. August 2018

Brisante Dokumente

17.04.2015 06:42

WikiLeaks postet Zehntausende Sony-Pictures-Daten

Fünf Monate nach dem Hackerangriff auf Sony Pictures im Zusammenhang mit der umstrittenen Nordkorea-Satire "The Interview" hat WikiLeaks Zehntausende Dokumente des Unternehmens veröffentlicht. Die Unterlagen böten "einen seltenen Einblick in die inneren Abläufe eines großen, verschlossenen, multinationalen Unternehmens", hieß es in der Mitteilung der Rechercheplattform. Bereitgestellt würden 30.287 Dokumente des in den USA ansässigen Konzerns sowie 173.132 E-Mails aus seinem Schriftwechsel mit mehr als 2.200 Adressaten, teilte WikiLeaks am Donnerstag mit.

Die nach dem Hackerangriff veröffentlichten Unterlagen hätten anders als jetzt nicht nach Stichworten durchsucht werden können und seien ohnehin schnell aus dem Internet entfernt worden, bevor die Öffentlichkeit sie habe einsehen und auswerten können.

Beeinflusst Sony Pictures die Gesetzgebung?
Laut WikiLeaks hat Sony Pictures Verbindungen zum Weißen Haus, zur Demokratischen Partei von Präsident Barack Obama sowie zur Rüstungsindustrie und könne Einfluss auf die Gesetzgebung in den USA nehmen. Außerdem seien die nun veröffentlichten Unternehmensunterlagen "berichtenswert", weil sie "im Zentrum eines geopolitischen Konflikts" stünden, schrieb WikiLeaks-Mitbegründer Julian Assange. "Das gehört in die Öffentlichkeit. WikiLeaks wird sicherstellen, dass es dort bleibt", fügte der Australier hinzu.

Sony war im November von Hackern angegriffen worden. Persönliche Daten von 47.000 Mitarbeitern sowie von Dritten, darunter einige Stars, wurden daraufhin veröffentlicht. Auch Informationen über die Konzernfinanzen, Drehbücher und fünf Filmproduktionen wurden verbreitet. Die Hacker forderten Sony Pictures auf, den Film "The Interview" nicht zu veröffentlichen. In dem Streifen geht es um ein fiktives CIA-Mordkomplott gegen Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un. Das Weiße Haus warf Nordkorea vor, hinter der Cyber-Attacke zu stehen.

Sony: WikiLeaks spielt Kriminellen in die Hände
Sony verurteilte das Vorgehen von WikiLeaks. Die Enthüllungsplattform spiele den Hackern in die Hände, die den Sony-Mitarbeitern schaden wollten, erklärte das Unternehmen. Bei dem Hackerangriff habe es sich um einen "bösartigen kriminellen Akt" gehandelt, und nun veröffentliche auch WikiLeaks gestohlenes Material.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentar schreiben

Sie haben einen themenrelevanten Kommentar? Dann schreiben Sie hier Ihr Storyposting! Sie möchten mit anderen Usern Meinungen austauschen oder länger über ein Thema oder eine Story diskutieren? Dafür steht Ihnen jederzeit unser krone.at-Forum, eines der größten Internetforen Österreichs, zur Verfügung. Sowohl im Forum als auch bei Storypostings bitten wir Sie, unsere AGB und die Netiquette einzuhalten!
Diese Kommentarfunktion wird prä-moderiert. Eingehende Beiträge werden zunächst geprüft und anschließend veröffentlicht.

Kommentar schreiben
500 Zeichen frei
Kommentare
324

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Anklage fallengelassen
Hillsborough-Katastrophe: Polizist entlastet!
Fußball International
Die „Krone“ vor Ort
Gruselig! Nur Polizei bei Salzburgs Geister-Hit
Fußball International
Kein Platz in Madrid
Real-Youngster Ödegaard geht zu Vitesse Arnheim!
Fußball International
Champions League
LIVE: Red Bull Salzburg muss gegen Roter Stern ran
Fußball National
Aus und vorbei
Thomas Doll nicht mehr Trainer von Ferencvaros
Fußball International
Franz Lederer gefeuert
Robert Almer neuer Sportdirektor bei Mattersburg!
Fußball National

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.

Nachrichten aus meinem Bundesland
Die Bekanntgabe Ihres Bundeslandes hilft uns, Sie mit noch regionaleren Inhalten zu versorgen.