So, 19. August 2018

"Holt mich raus"

13.04.2015 08:50

Dienstmädchen nach Facebook-Hilferuf befreit

"Holt mich hier raus, ich habe Angst": Nach einem Hilferuf auf Facebook ist eine Haushaltshilfe von den Philippinen aus dem Haus ihres Arbeitgebers im arabischen Golfstaat Bahrain befreit worden. In dem rund dreiminütigen Video berichtete die 28-jährige Abby Luna von Vergewaltigungen und Prügelstrafen durch den Sohn ihres Dienstherren.

Der angeblich "drogensüchtige" Sohn ihres Chefs habe sie brutal vergewaltigt und dann verprügelt, schilderte Luna in dem Video ihr Leid. "Nachdem er mich missbraucht hatte, drohte er, mich umzubringen und in der Wüste zu verscharren, falls ich jemandem davon erzähle", fügte sie hinzu.

Luna, die seit einem Jahr in dem kleinen Königreich am persischen Golf arbeitete, forderte die Zuschauer auf, für sie die philippinische Botschaft zu informieren. Die durch das Video alarmierten Mitarbeiter der Botschaft fuhren daraufhin zu dem Haus und nahmen die Frau mit. Die Polizei untersuche den Vorfall nun, sagte ein Sprecher des philippinischen Außenministeriums.

Sohn bestreitet Vorwürfe
Der Arbeitgeber habe ihre Vorwürfe gegen den Sohn nicht geglaubt, berichtete Luna. Stattdessen habe er darauf bestanden, dass sie ihren noch zwei Monate laufenden Vertrag erfülle und im Falle einer Schwangerschaft eine Abtreibung vornehme. Der Sohn selbst bestritt gegenüber der Polizei, das Dienstmädchen angegriffen zu haben.

Kein Einzelfall
Bereits im vergangenen Jahr war ein philippinisches Dienstmädchen in Saudi-Arabien aus dem Haus ihres Arbeitgebers gerettet worden. Auch sie hatte auf Facebook ein Video veröffentlicht, in welchem sie dem Mann vorwarf, sie missbraucht zu haben.

Schätzungen zufolge arbeiten zehn Millionen Philippiner, rund ein Zehntel der Bevölkerung des südostasiatischen Inselstaates, im Ausland, oft in niederen oder gefährlichen Tätigkeiten. Insbesondere in Ländern des Nahen Ostens berichten diese dabei immer wieder von Misshandlungen durch ihre Vorgesetzten.

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