Vertrauen ist ein hohes Gut. Und weltweit im Sinken begriffen, wie das „Edelman Trust Barometer 2026“ zeigt. Es fasst Daten aus 28 Ländern zusammen, die Aufschluss darüber geben, wie sehr die Menschen der Politik, den Unternehmen und den NGO‘s vertrauen. Bei unseren deutschen Nachbarn steht es mit dem Vertrauen besonders schlecht. Nur noch acht Prozent glauben, dass es die nächste Generation besser haben wird.
Daher kommen die desaströsen Ergebnisse im neuen APA-Vertrauensindex nicht überraschend. Allein der Bundespräsident schafft seit Beginn seiner Amtszeit mehr als 20 Prozent im Plus, diesmal gefolgt von drei SPÖ-Mitgliedern. Doris Bures mit 18 Prozent, Markus Marterbauer (6 Prozent) und neu dabei Frauenministerin Eva-Maria Holzleitner mit 5 Prozent. Parteichef Andreas Babler hingegen klebt an viertletzter Stelle der Skala mit 33 Prozent im Minus, übertroffen nur noch von Sepp Schellhorn (35), Herbert Kickl (42) und August Wöginger (minus 48 Prozent).
Was ist eigentlich „Minus-Vertrauen“? Vielleicht ist es die Antwort auf Enttäuschung. Die fehlende Bereitschaft, noch länger Wohlwollen zu erwarten. 26 von 30 abgefragten Politikerinnen und Politikern genießen „Minus-Vertrauen“.
Vielleicht ist Vertrauen aber auch ein viel zu großes Wort. Es würde schon genügen, wenn Politikerinnen und Politiker – wie auf den ersten vier Plätzen – verlässlich das tun, was von ihnen erwartet wird.
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