Sa, 25. Mai 2019
10.02.2015 14:45

Hunderte Konten tot

Anonymous-Hacker fegen den IS aus dem Internet

Anonymous hat Wort gehalten: Nachdem die Netzaktivisten vor wenigen Wochen nach der Attacke auf das französische Satiremagazin "Charlie Hebdo" angekündigt hatten, die Terrororganisation Islamischer Staat (IS) massiv angreifen zu wollen, folgten nun Taten. Anonymous-Aktivisten haben Hunderte dem IS zugeschriebene Accounts in sozialen Netzwerken stillgelegt und den Dschihadisten in einem neuen Video gedroht.

"Wir kommen aus allen Rassen, Ländern, Religionen und Ethnien – vereint als eins, geteilt durch Null", erklärt Anonymous in dem neuen, an die Terroristen des IS gerichteten YouTube-Video. Und die Hacker fahren fort: "ISIS, wir sind Anonymous. Wir sind eine Legion. Wir vergeben nicht, wir vergessen nicht. Erwartet uns!"

Direkt unter dem Anonymous-Video findet sich ein Link zu einer Liste aller von den Hackern aus dem Netz gefegten IS-Accounts in den sozialen Netzwerken.

Insgesamt gut 800 Accounts von Mitgliedern und Sympathisanten des IS haben die Netzaktivisten bei ihrer Racheaktion gegen die Dschihadisten aus dem Internet getilgt. Manche davon wurden von Zehntausenden IS-Sympathisanten abonniert, alle wurden zur Verbreitung der Propaganda des Terrorkalifats verwendet.

IS-Propaganda wurde empfindlich gestört
Durch die Attacke der Netzaktivisten ist die für den IS so wichtige Propagandamaschinerie im Internet empfindlich gestört worden. Seit Monaten verwenden die Dschihadisten das Netz gezielt, um Schrecken unter ihren Gegnern zu verbreiten und neue Kämpfer für ihr Terrorkalifat anzuwerben. Zuletzt hatte angesichts der starken IS-Präsenz in den sozialen Medien auch die EU angekündigt, dem Propagandakrieg im Netz mit einer eigenen Social-Media-Einheit Paroli bieten zu wollen.

Offen bleibt die Frage, wie lang der IS brauchen wird, um die von Anonymous gelöschten Social-Media-Konten zu ersetzen und seine Propagandaaktivität wiederaufzunehmen.

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