US-Präsident Donald Trump hat die nahezu abgeschlossene Sanierung eines der bekanntesten Wahrzeichen Washingtons gefeiert. Das riesige Wasserbecken vor dem Lincoln Memorial wurde nicht nur gereinigt und renoviert – sein Boden wurde auch blau gestrichen. Die Arbeiten sorgen für Aufmerksamkeit, weil die Kosten laut Medienberichten deutlich gestiegen sein sollen und Kritiker rechtliche Fragen aufwerfen.
Wie Trump bei einem Pressetermin im Oval Office erklärte, seien die Arbeiten am Lincoln Memorial Reflecting Pool praktisch abgeschlossen. Lediglich die Reinigung der angrenzenden Gehwege sowie die Befüllung des Beckens mit Wasser stünden noch aus.
Besonders auffällig ist die Farbgestaltung des Bodens. Dieser wurde nach Angaben des Präsidenten blau gestrichen – und zwar blau „wie die US-Flagge“, wie Trump vor Journalisten sagte.
Touristenmagnet mitten in Washington
Der Reflecting Pool zählt zu den bekanntesten Sehenswürdigkeiten der US-Hauptstadt. Das in den 1920er-Jahren errichtete Wasserbecken liegt zwischen dem Lincoln Memorial und dem Washington Monument und zieht jedes Jahr zahlreiche Touristen an.
„Elf oder zwölf Lastwagen voller Müll“
Trump verteidigte die umfangreichen Arbeiten als notwendig. Aus dem Becken seien „elf oder zwölf Lastwagenladungen voller Müll“ entfernt worden, sagte der Präsident. Nach Abschluss der Sanierung werde für „50 bis 100 Jahre“ keine weitere grundlegende Erneuerung notwendig sein.
Kosten sollen massiv gestiegen sein
Zu den Kosten des Projekts machte Trump keine konkrete Angabe. Er sprach lediglich von einem „kleinen Bruchteil der Kosten“, die frühere Regierungen für Sanierungsversuche ausgegeben hätten.
US-Medien, darunter die „New York Times“, berichteten jedoch kurz vor Fertigstellung des Projekts, dass die Kosten auf das Siebenfache der ursprünglich veranschlagten Summe gestiegen seien. Während Trump anfangs von Kosten in Höhe von 1,8 Millionen US-Dollar (ca. 1,5 Mio. Euro) sprach, ist laut Medienberichten inzwischen von mehr als 13,1 Millionen Dollar (11,3 Mio. Euro) die Rede.
Klage konnte Projekt nicht stoppen
Kontroversen gab es auch auf juristischer Ebene. Eine gemeinnützige Organisation hatte gegen das US-Innenministerium geklagt und versucht, das Projekt zu stoppen. Die Kläger werfen der Regierung vor, die erforderlichen bundesstaatlichen Prüfungen umgangen und zuständige Behörden nicht ausreichend eingebunden zu haben. Die Klage konnte die Fertigstellung der Arbeiten jedoch nicht verhindern.
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