Entschädigungen

Einigung auf Rechte für Fluggäste verzögert sich

Wirtschaft
04.06.2026 09:00

Noch keine Einigung um neue Fluggastrechte: Die Fronten sind verhärtet, bis 15. Juni soll eine Einigung stehen, jetzt gehen die Gespräche in die nächste Runde. Gestritten wird vor allem über die Entschädigungshöhe und auch um Gepäckbestimmungen.

Die EU will die Rechte von Flugpassagieren beschneiden. Doch die Gespräche der Institutionen gestalten sich zäh, am Mittwoch verhandelten Parlament und Mitgliedsstaaten mit der EU-Kommission.

Wie berichtet, sollen die Entschädigungen für mehr als drei Stunden verspätete Flüge auf ein Drittel reduziert werden, einige Länder, darunter Österreich, stemmen sich dagegen. Offen ist auch die Frage, wann überhaupt eine Entschädigung anfällt, etwa bei Streiks oder Ausfällen von Piloten.

Das Parlament pocht eher auf mehr Konsumentenschutz.
Das Parlament pocht eher auf mehr Konsumentenschutz.(Bild: Karl Grammer)

Die Airlines argumentieren mit viel zu hohen Kosten für Entschädigungen. Das werfe sie im internationalen Wettbewerb zurück, am Ende müssten alle Passagiere dafür aufkommen.

Das EU-Parlament vertrat bisher eine konsumentenfreundliche Linie, will z.B. bei Extra-Gepäckstücken mehr Fairness für Fluggäste. In Diskussion ist ein verpflichtendes Gratis-Handgepäckstück. Am Ende dürfte ein Kompromiss gesucht werden. Eine No-Show-Gebühr für das Verfallenlassen von Flügen sorgt ebenfalls für Kritik der Mitgliedsstaaten.

Nächste Woche gibt es noch einen Anlauf. Ohne Einigung bis 15. Juni gelten die Verhandlungen als gescheitert. Schon zweimal wagte die EU einen Anlauf, die Fluggastrechte neu zu regeln, die Pläne verflogen aber.

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