Krone Plus Logo

„Krone“-Interview

Samuel Koch: „Ich habe zum ersten Mal Heimweh“

Adabei Österreich
08.11.2026 11:00

Ein Unfall bei „Wetten, dass..?“ vor fast 16 Jahren änderte sein ganzes Leben. In Wien hielt Samuel Koch nun einen Vortrag bei der christlichen Konferenz LEAD26. Im Rahmen dessen sprach er mit der „Krone“ über die Sendung, seinen Glauben, seine Karriere und sein neues Leben als Familienvater.

„Krone“: Sie haben heute bei LEAD26 einen Vortrag gehalten. Hat der Glaube in Ihrem Leben schon immer eine so große Rolle gespielt?
Samuel Koch: Jein. Ich würde die Frage eher umdrehen: Welche Rolle spiele ich in meinem Glauben? Mit 13 habe ich mich dann aus eigener Entscheidung taufen lassen. Ich verstehe meinen Glauben als Beziehung. Manchmal ist sie intimer, manchmal eher eine Fernbeziehung. Und dann wurde es in meinem Leben sehr existenziell. Ich habe alles hinterfragt und angezweifelt. Ich wusste nicht mehr, warum ich noch leben soll und was ich hier auf der Welt mache. Ich fühlte mich nutzlos, alle Wünsche und Träume, die ich hatte, waren zerplatzt. Gerade als ich diesen Sinn nicht mehr gesehen habe, hat es meine Perspektive komplett gedreht, die Frage umzudrehen: Was kann ich dem Leben bieten? Welche Rolle kann ich für meinen Glauben, für meinen Gott, für das Leben spielen? Das ist für mich bis heute einer von vielen Antrieben.

Was kann Menschen nach einem Schicksalsschlag helfen, wieder Kraft zu finden?
Damit tue ich mir ehrlich gesagt ein bisschen schwer. Ich habe selbst viele Ratschläge bekommen und gemerkt: Manchmal können Ratschläge auch nur Schläge sein. Mich hat trotzdem sehr interessiert, was wirklich hilft, trägt und Kraft gibt. Für manche ist es das Schwierigste überhaupt, Hilfe anzunehmen. Für andere ist es wichtig, zu verzeihen, auch wenn sie sich ungerecht behandelt fühlen. Sonst ist man selbst derjenige, der die Last schleppt. Für andere geht es darum, sich mit Zeit und Tränen von alten Plänen zu verabschieden und dann kreative Alternativen zu finden. Wieder andere fragen sich: Wozu kann ich jetzt noch da sein? Wozu kann ich diesen Mist auch nutzen? Manchen hilft Gemeinschaft, andere müssen erst lernen, allein sein zu können. Das Dienen habe ich auch erwähnt. Ich glaube tatsächlich, manchmal hilft es bei den eigenen Problemen, andere glücklich zu machen und aufzuhören, sich um sich selbst zu drehen. So unterschiedlich die Lebensläufe sind, so unterschiedlich sind auch die Möglichkeiten, wieder aufzustehen.

Weiterlesen mit Ihrem digitalen Zugang
Paywall Skeleton
Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Hinweis in eigener Sache: Das krone.at-Forum präsentiert sich ab sofort in neuem Design! Wir freuen uns über konstruktives Feedback. Damit die Diskussionen in den Kommentarbereichen beim jeweiligen Thema bleiben, können Sie uns Rückmeldungen hier hinterlassen.

Krone Plus Logo
Mit Krone+ mitdiskutieren
Erhalten Sie Zugang zu allen Kommentaren und diskutieren Sie mit über die wichtigsten Themen.

krone.tv

Top 3
Top Gutscheine
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung