Trotz Schlaganfalls, mehrerer Operationen und Anfällen kämpfte sich die kleine Johanna aus dem oberösterreichischen Bezirk Braunau, die bereits in der 24. Schwangerschaftswoche auf die Welt kam, zurück ins Leben. Eine kostspielige Therapie ist dabei eine große Hilfe.
„Was für die Raupe das Ende der Welt ist, ist für den Schmetterling erst der Anfang!“ Ein Spruch, der für Anna aus dem Bezirk Braunau eine ganz besondere und emotionale Bedeutung hat. Denn ihr kleiner Schatz, ihr Engel, ihr Sonnenschein breitet seine Flügel immer weiter aus.
Im Dezember wird Johanna vier Jahre alt, sie kann mittlerweile selbstständig laufen, ist aufgeweckt, verzaubert einen mit ihrem Lächeln und sie kann vereinzelte Wörter sprechen. „Nein ist ihr Lieblingswort“, schmunzelt Anna beim Besuch der „Krone“. Dass sich Johanna so toll entwickelt, war aber lange nicht absehbar und ist auch einer teuren Spezialtherapie in der Slowakei, die in dieser Form in Österreich nicht möglich ist, zu verdanken.
„Prognosen waren sehr düster“
„Wir wussten lange nicht, wie sie sich entwickeln wird. Die Prognosen der Ärzte waren sehr düster“, erzählt die alleinerziehende Mama, die genau vor vier Jahren die schlimmsten Wochen ihres Lebens durchmachen musste. „Ich hatte in der 22. Schwangerschaftswoche einen Gebärmutterhalsdurchbruch, bei der OP ist dann meine Fruchtblase geplatzt und mir wurde mitgeteilt, dass ich mich in den nächsten Tagen auf eine Totgeburt einstellen muss“, erzählt Anna mit Tränen in den Augen über die dramatischen Momente.
An Heiligabend musste sie reanimiert werden
Johanna wollte aber leben, in der 24. Schwangerschaftswoche ist sie dann per Kaiserschnitt geholt und umgehend auf der Neo-Intensivstation behandelt worden. „Sie hatte nur 500 Gramm und war 30 Zentimeter groß. Es waren eigentlich nur Schläuche und ein kleines bisschen Baby. Es wurde dann relativ schnell erkannt, dass sie einen schweren Schlaganfall hatte, zudem musste sie fünfmal beim Darm operiert werden“, erzählt die Altenpflegerin. Und ausgerechnet an Heiligabend musste die kleine Kämpferin aufgrund mehrerer Atemaussetzer auch noch reanimiert werden.
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„Ein unglaubliches Gefühl“
„Es war so schlimm, eine ganz harte Zeit. Ich musste auch psychologisch betreut werden“, sagt Anna, die aber nie zweifelte, nie aufgeben wollte. Alles für ihre Tochter investierte. „Und jetzt kann sie schon so viel mehr, als wir je gedacht haben.“ Auch von Rückschlägen wie epileptische Anfälle ließ man sich nicht unterkriegen. „Als sie dann mit drei Jahren das erste Mal gelaufen ist, musste ich einfach nur weinen. Es war ein unglaubliches Gefühl“, so die liebevolle Mama, die aber auch weiß, dass Johanna noch viele weitere (kostspielige) Therapien brauchen wird.
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