Erstaunlich: KPÖ und Grüne fahren in Graz einen Sparkurs und kürzen bei Sport und Kultur und im Landtag prangern sie genau dies an. Und bei Freiheitlichen und Volkspartei ist es genau umgekehrt. Es kommt eben immer auf den Blickwinkel an.
Die Meldungen und Aussendungen der Politik lassen einen immer wieder mit Staunen zurück. Mitunter muss man den handelnden Personen fast eine mittlere bis schwere Schizophrenie unterstellen. Unterhaltend ist es jedenfalls: Wenn sich die Grüne Landespartei etwa darüber echauffiert, dass die Landesregierung beim Sport den Sparstift ansetzt, dabei aber vergisst, dass die Kollegen der eigenen Partei den Sport als Regierungspartei in der Landeshauptstadt seit Jahren konsequent negieren – und mit ihrem Koalitionspartner gerade erst erneut Einsparungen vornahmen, vom Spitzen- bis zum Jugendsport.
Ähnliche Symptome äußern sich allerdings auch bei Blau und Schwarz – FPÖ und ÖVP fahren eben im Land die Förderungen im Kultur- und Sportbereich runter, kritisieren das gleiche Vorgehen der Grazer Stadtregierung aber lautstark.
Aus politischer Sicht ist dieses Vorgehen vielleicht nachvollziehbar, allerdings sollten sich die Damen und Herren klarmachen, dass die Glaubwürdigkeit der Politik so nicht unbedingt gefördert wird. Dass in Zeiten wie diesen in allen Bereichen gespart werden muss, ist klar, es ist aber die Kommunikation der Politik, die einen immer wieder fassungslos zurücklässt.
Einen schönen Freitag!
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