Alarmierende Zahlen

Weiter kein Rezept gegen Arbeitslosigkeit

Steiermark Newsletter
03.11.2026 10:30

Die Zahl der Arbeitslosen in der Steiermark steigt und steigt. Die Politik scheint dieser Entwicklung ohnmächtig gegenüberzustehen. Ein echtes Rezept dagegen ist noch immer nicht in Sicht.

Exakt 38.166 Steirerinnen und Steirer waren im Oktober beim AMS arbeitslos gemeldet, das ist ein Anstieg von 5,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr – nur in Niederösterreich (+6,4 %) stieg die Arbeitslosigkeit noch stärker an. In anderen Bundesländern wie Salzburg (+1,6 %) oder Oberösterreich (+2,2 %) ist eine Einbremsung gelungen, in Wien waren sogar 2,5 Prozent weniger Arbeitslose gemeldet als 2025.

Wenn jetzt AMS-Landesgeschäftsführer Karl-Heinz Snobe sagt, dass das Jahr 2026 aus Sicht des steirischen Arbeitsmarktes leider abgeschrieben werden muss, sollte dies bei den Verantwortlichen in der Politik endgültig alle Alarmglocken schrillen lassen. Zumal ihm im Gespräch mit meiner „Krone“-Kollegin Michaela Holzinger auch IV-Präsident Kurt Maier Recht gibt, der sagt, dass es sich um ein strukturelles Problem handle und keine Trendwende in Sicht sei.

Die Politik muss jetzt endlich liefern. Freilich, die steirische Landesregierung wird kaum die politische Großwetterlage und ihre damit verbundenen Auswirkungen auf die Weltwirtschaft beeinflussen können. Sie muss aber alles in ihrer Macht Stehende tun, um die steirischen Betriebe und damit auch ihre vielen Beschäftigten zu schützen. Auch die Opposition ist gefordert, die Zurufe vom Balkon braucht aktuell niemand. Jetzt gilt es gemeinsam, über alle Fraktionsgrenzen hinweg zu arbeiten.

Einen schönen Dienstag!

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