Es klingt absurd: Ein vorgeblicher Armenier will bereits zum dritten Mal unseren Pass – trotz gefälschter Namen und zig Verwaltungsstrafen. Weil es zu langsam ging, beschwerte sich der 39-Jährige sogar noch frech beim Volksanwalt.
Es ist wie der Stoff aus einer Tragikomödie: Vor 26 Jahren kommt der Migrant nach Österreich. 2013 versuchte er erstmals, den heiß begehrten rot-weiß-roten Pass zu bekommen. Fünf Jahre später dann nochmals. Allerdings beide Male unter anderen Identitäten – abgelehnt!
Doch die Dreistigkeit geht weiter: Der Nicht-Österreicher beantragt im vergangenen Jahr zum dritten Mal die österreichische Staatsbürgerschaft. Und zwar bei der Bezirkshauptmannschaft Baden im südlichen Niederösterreich.
Antragsteller hat zig Strafverfügungen offen
Im Zuge der Erhebungen zur Einbürgerung stellte sich aber heraus, dass der mittlerweile 39-Jährige eben nicht nur schon zweimal aufgrund falscher Namen „durchgefallen“ war – zudem hat er unzählige Strafverfügungen bzw. Verwaltungsstrafen – dazu gehören etwa Verkehrsdelikte wie Rasen oder Falschparken – offen.
Frech: Wegen der langen Verfahrensdauer, weil es eben kein zentrales Behördenregister gibt und der Antragsteller zudem mehrfach seinen Wohnort in Bundesländern gewechselt hatte, beschwerte sich der Antragsteller aufgebracht bei der Volksanwaltschaft ... Jetzt, im Oktober, wurde der dritte Versuch naturgemäß wieder abgewiesen.
Flüchtlinge sollen von der Staatsbürgerschaft gänzlich ausgeschlossen werden. Asyl ist Schutz auf Zeit und keine Eintrittskarte für den rot-weiß-roten Pass.

Martin Antauer, FPÖ-Asyllandesrat
Bild: FPÖ
FPÖ gegen Pass-Automatik, wenn bei uns geboren
Für den niederösterreichischen FPÖ-Asyllandesrat Martin Antauer ist die Behördenposse Anlass für Kritik und eine Warnung: „Der rot-weiß-rote Pass ist kein Ramschartikel!“ Zudem erteilt der blaue Politiker der Initiative von Ex-SPÖ-Bundeskanzler Franz Vranitzky & Co. für das Geburtslandprinzip – wer also hier geboren ist, erhält automatisch die Staatsbürgerschaft – eine klare Abfuhr.
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