Vermisst in Tirol

Seher ist sicher, doch Polizei lehnt neue Suche ab

Tirol
02.11.2026 09:00

Während die Tiroler Alpinpolizei nicht noch einmal nach der vermissten Deutschen Carolin Schmidt (25) in einem bestimmten Gebiet suchen will, hat Seher Michael Schneider neue Erkenntnisse. Und er bekommt Unterstützung von einem Hundeführer.

Seit Anfang September gilt die 25-jährige Deutsche, wie berichtet, zwischen dem bayrischen Garmisch und dem Tiroler Ehrwald (Bezirk Reutte) als vermisst. Sie könnte bei einem Bergunglück ums Leben gekommen sein. Ihr Vater suchte zuletzt selbst im Wetterstein und in den Mieminger Bergen nach ihr – erfolglos.

Bitte um eine neue Suchaktion
Auf den entsprechenden „Krone“-Beitrag meldete sich bekanntlich Michael Schneider, der sich als Seher bezeichnet und tatsächlich schon in einigen Fällen den Aufenthalt von Vermissten durch seine Fähigkeiten herausfand.

Im Fall Carolin vermutete er die Deutsche im Bereich Wettersteinhütte, Erinnerungshütte und Wangalm im Gaistal (Leutasch, Bezirk Innsbruck-Land) und wandte sich diesbezüglich auch an die Alpinpolizei mit der Bitte, eine neue Suche in diesem Gebiet zu starten.

Carolin könnte auch in der Umgebung der Rotmoosalm unter Sträuchern verdeckt liegen, so der ...
Carolin könnte auch in der Umgebung der Rotmoosalm unter Sträuchern verdeckt liegen, so der Seher.(Bild: Privat)

Tiroler Alpinpolizei will hier nicht noch einmal suchen
Die lehnte dies aber in einer Mail an Schneider ab – mit dem Hinweis, dass der Bereich schon früher mehrfach ergebnislos abgesucht worden sei.

Schneider korrigiert Lageort um 1,8 Kilometer
Damit will sich Schneider jedoch nicht zufriedengeben. „Ich bleibe bei all meinen Eingebungen, habe meine Stelle aber um circa 1,8 Kilometer weiter nach Westen korrigiert“, schrieb Schneider noch einmal an die Tiroler Alpinpolizei.

Carolin sei durch Bäume oder Sträucher verdeckt
„Ein Drohnenüberflug bringt eventuell kein Ergebnis, da Carolin Schmidt nach meiner klaren Eingebung nach ihrem Absturz durch Bäume oder Strauchwerk verdeckt liegt. Aber diese Eingebung hatte ich schon bei der vorherigen Stelle. Sollten Sie diese also nur per Überflug kontrolliert haben, so bleibe ich auch dabei, dass es dort sein kann.“

Wegen des nahenden Winters drängt die Zeit
Er bittet darum, die Alpinpolizei möge ihm „noch eine zweite Chance“ geben. Die Zeit drängt wegen des nahenden Winters jedenfalls. Unterstützung bekommt er unterdessen auch von einem deutschen Hundeführer und Ausbildner von Leichenspürhunden. Der berichtet von einigen Fällen, bei denen Schneiders Hinweise zu Vermissten führten. „Schenken Sie ihm Glauben!“, fordert er.

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