Täter unbekannt

Metallteile in Schoko: Wieder neue Fälle bekannt

Österreich
04.11.2026 08:18
Porträt von krone.at
Von krone.at

Die Serie an Fällen von manipulierter Schokolade will nicht abreißen. Weitere präparierte Süßigkeiten tauchten in der Steiermark, in Niederösterreich und in Oberösterreich auf.

Ein 29-jähriger Linzer hatte die Schraube am Dienstagnachmittag in den gesammelten Halloween-Süßigkeiten seiner Kinder gefunden. Den Riegel hatten die beiden (acht und vier Jahre alt) offenbar am Samstag im Stadtteil Ebelsberg gesammelt. Ein Video auf Social Media hatte den Mann auf die Serie an Fällen aufmerksam gemacht – weshalb er die Süßigkeiten genauer unter die Lupe nahm. In einem Schokoriegel entdeckte er dann die Schraube.

So verhalten Sie sich richtig

  • Die österreichische Polizei warnte Eltern und Erziehungsberechtigte, gemeinsam mit ihren Kindern die in der Halloween-Nacht gesammelten Süßigkeiten vor dem Verzehr sorgfältig zu kontrollieren.
  • Insbesondere ist darauf zu achten, ob Verpackungen beschädigt oder manipuliert wurden und ob sich Fremdkörper, insbesondere metallische Gegenstände, in den Süßigkeiten befinden.
  • Gleichzeitig wird zur Besonnenheit aufgerufen. Gesundheitliche Beschwerden wie Kopfschmerzen, Übelkeit oder Unwohlsein können unterschiedliche Ursachen haben und stehen nicht zwangsläufig in Zusammenhang mit dem Verzehr möglicherweise manipulierter Süßigkeiten.
  • Beim Auffinden von offensichtlich manipulierten Süßigkeiten sollten diese samt Verpackung aufbewahrt und der Polizei gemeldet werden. Um mögliche Spuren für die kriminalpolizeilichen Ermittlungen zu sichern, sollen entdeckte Fremdkörper nicht aus den Süßigkeiten entfernt oder anderweitig manipuliert werden.

Neue Fälle in der Steiermark
Zwei weitere Fälle wurden zudem in der Steiermark bekannt, konkret in den Bezirken Leibnitz und Murtal, wie der Sprecher des Bundeskriminalamtes, Heinz Holub-Friedreich, Mittwochfrüh berichtete.

Dabei wurde im Bezirk Leibnitz bereits Montagabend eine Nascherei mit Metall gefunden, damit sind in dem Bezirk nun zwei Fälle zu verzeichnen.

Bei einem der beiden nun bekannt gewordenen Fälle war eine Mutter durch die Berichterstattung der vergangenen Tage aufmerksam geworden. Bevor sie die Naschsachen ihren Kindern gab, brach sie die Süßigkeiten auf und fand so das Metall darin.

Neue Fälle in Niederösterreich
Zwei weitere Fälle wurde aus Niederösterreich gemeldet, aus den Bezirken Amstetten und Melk.

Fälle in vier Bundesländern
Bislang wurden in insgesamt vier Bundesländern Fälle von präparierten Süßigkeiten bekannt. In der Steiermark zählt man bislang sechs Fälle, in Salzburg einen. In Oberösterreich wurden bisher drei Fälle publik, in Niederösterreich drei (in einem Fall wurde sogar ein Kind beim Biss in die Süßigkeit leicht verletzt). 

Nach wie vor gilt der Aufruf, keine gesammelten Süßigkeiten ohne vorherige Kontrolle zu essen.

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