Zwischen dem 23. Oktober 1956 und dem 31. Dezember 1957 kamen 178.917 Flüchtlinge, davon allein 113.810 im November 1956, während des Volksaufstandes in Ungarn über die Grenze nach Österreich. Ein Blick zurück auf die Hilfe im Burgenland.
Als die ersten Flüchtlinge die Grenze passierten, wurden diese spontan, nachdem noch keine Hilfsorganisationen vor Ort waren, von den Gemeinden und freiwilligen Helfern versorgt. Die Bevölkerung, die kurze Zeit zuvor erst durch den Auszug der Besatzungsmächte die volle Souveränität erlangt hatte, brachte zumeist Verständnis für die ungarischen Flüchtlinge auf, die vielfach auf eine Welle der Solidarität trafen. Man spendete Lebensmittel und Kleidung für die Flüchtlinge und organisierte Unterkünfte. Gasthaussäle wurden notdürftig, meist in Form von Strohlagern, zu Herbergen umfunktioniert, öffentliche Gebäude wie Schulen, Kindergärten, Zollgebäude oder Feuerwehrhäuser als provisorische Unterkünfte eingerichtet. Auch zahlreiche Privathaushalte nahmen Flüchtlinge auf.
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