3 Wochen nach Krebs-OP

Papst in Uruguay von Zehntausenden gefeiert

Ausland
07.11.2026 16:02
Porträt von krone.at
Von krone.at

Rund drei Wochen nach seiner Lungenkrebs-Operation ist Papst Leo XIV. am Samstag bei der ersten großen Messe seiner Südamerika-Reise in Uruguay von Zehntausenden Menschen gefeiert worden.

Bei dem Gottesdienst in der Stadt Paysandú rief das Oberhaupt der katholischen Kirche dazu auf, den christlichen Glauben an die nächsten Generationen weiterzugeben. Weitere Stationen der insgesamt zwölftägigen Reise sind Argentinien und Peru, wo Leo vor seiner Wahl zum Pontifex zwei Jahrzehnte lang als Missionar und Bischof tätig war.

40.000 Menschen bei der Paps-Messe
Bei der Messe appellierte der gebürtige US-Amerikaner an die offiziellen Angaben zufolge 40.000 Teilnehmer, den Glauben mit „kreativem Mut“ weiterzuverbreiten.

Zehntausende empfingen den Papst zur Messe, der in der Menge badete.
Zehntausende empfingen den Papst zur Messe, der in der Menge badete.(Bild: AFP/EITAN ABRAMOVICH)

„Das ist unser aller Berufung: Brücken zu bauen, Bindungen zu verstärken, zu vereinen und die Freude am Glauben weiterzugeben.“ In Südamerika bekennen sich nach Angaben des Vatikans mehr als 390 Millionen Menschen zum katholischen Glauben – deutlich mehr als in Europa. Weltweit gibt es 1,4 Milliarden Katholiken.

Bei dem Gottesdienst in der Stadt Paysandú rief das Oberhaupt der katholischen Kirche dazu auf, ...
Bei dem Gottesdienst in der Stadt Paysandú rief das Oberhaupt der katholischen Kirche dazu auf, den christlichen Glauben an die nächsten Generationen weiterzugeben.(Bild: AFP/EITAN ABRAMOVICH)
Viele Gläubige ließen ihre Babys von Papst Leo segnen.
Viele Gläubige ließen ihre Babys von Papst Leo segnen.(Bild: AFP/EITAN ABRAMOVICH)

Kirche und Staat in Uruguay strikt getrennt
In dem 3,5-Millionen-Einwohner-Land Uruguay – Leos erster Station – sind Staat und Kirche jedoch seit mehr als einem Jahrhundert strikt voneinander getrennt. Dort heißt Weihnachten zum Beispiel „Tag der Familie“. Zu der Papstmesse in Paysandú kamen auch zahlreiche Gläubige aus dem Nachbarland Argentinien, wo der katholische Glaube deutlich verbreiteter ist.

Gläubige umarmen sich während einer Messe von Papst Leo XIV. im Parque París Londres in Paysandú ...
Gläubige umarmen sich während einer Messe von Papst Leo XIV. im Parque París Londres in Paysandú im Westen Uruguays.(Bild: AFP/DANTE FERNANDEZ)

Leo reist am Sonntag in Argentiniens Hauptstadt Buenos Aires weiter. Zuvor finden in Uruguay noch zwei weitere Messen statt. Am Samstagabend ist der Papst im „Jahrhundertstadion“ von Montevideo.

Zum Auftakt lobte er Uruguay als Modell für den gesamten Kontinent. Das Land habe vier Jahrzehnte „ununterbrochene Demokratie“ mit friedlichen Regierungswechseln hinter sich, so wie von den Bürgern in freier Wahl entschieden. Damit ist Uruguay in Südamerika eine Ausnahme.

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