Die „Krone“ hat am Sonntag über einen 60-jährigen Vorarlberger berichtet, der trotz bester Qualifikationen keinen Job findet – 300 Bewerbungen blieben ohne Erfolg. Der ÖGB-Landesvorsitzende Reinhard Stemmer nimmt den Fall zum Anlass, die Sinnhaftigkeit einer Anhebung des Pensionsalters infrage zu stellen.
Thomas Traunwieser aus Hohenems ist seit Februar auf Jobsuche. Doch trotz jahrzehntelanger Berufserfahrung, Top-Ausbildung, internationaler Tätigkeit und hunderter Bewerbungen hat er bislang nur Absagen erhalten. Sein größter „Makel“: Thomas Traunwieser ist bereits 60 Jahre alt. „Der Mann will arbeiten. Er hat Qualifikation, Erfahrung und Motivation. Wenn jemand mit diesem Lebenslauf keine Beschäftigung findet, dann zeigt das, wie ernst das Problem der Altersdiskriminierung am Arbeitsmarkt ist. Die Antwort darauf kann doch nicht sein, Menschen einfach gesetzlich zu verpflichten, noch länger zu arbeiten“, ärgert sich Vorarlbergs ÖGB-Vorsitzender Reinhard Stemmer. Die aktuelle Diskussion über die Anhebung des Pensionsantrittsalters hält er daher für verfehlt: „Ein höheres Pensionsalter löst keine Arbeitsmarktprobleme: Es verlängert im schlimmsten Fall Arbeitslosigkeit, finanzielle Unsicherheit und den Druck auf Menschen, die gesundheitlich nicht mehr können.“
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