Tat in Frankreich

14-Jähriger schoss auf drei Personen in Schule

Ausland
12.10.2026 13:05
Porträt von krone.at
Von krone.at

In Südfrankreich hat ein 14-Jähriger einen Schulleiter und eine Lehrerin durch Schüsse verletzt. Ein drittes Opfer wurde von einem Schuss gestreift. Der Jugendliche wurde in der Nähe von Marseille festgenommen, wie die Polizei mitteilte.

Zwei Personen wurden verletzt, sie schweben nicht in Lebensgefahr. Der Hintergrund der Tat war zunächst unklar. Die betroffene Mittelschule sei nicht von den seit Wochen anhaltenden Protesten betroffen gewesen, teilte die Präfektur mit. Der Jugendliche besuchte selbst die Schule. Laut Berichten feuerte er mit einer Schrottflinte im Inneren des Gebäudes um sich, bis er von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern überwältigt wurde.

Für die Augenzeuginnen und Augenzeugen wurde psychologische Betreuung eingerichtet. „Dieser inakzeptable Akt zeigt einmal mehr, wie sehr sich eine entfesselte Gewalt in unserer Gesellschaft ausbreitet, gegen die wir alle mobil machen müssen“, sagte Bildungsminister Edouard Geffray.

Der Jugendliche soll mit einer Schrottflinte um sich geschossen haben.
Der Jugendliche soll mit einer Schrottflinte um sich geschossen haben.(Bild: AFP/MIGUEL MEDINA)
In Frankreich wird inzwischen seit mehreren Wochen für bessere Bedingungen in Schulen ...
In Frankreich wird inzwischen seit mehreren Wochen für bessere Bedingungen in Schulen demonstriert. Dabei kommt es immer wieder zu Ausschreitungen.(Bild: AFP/ED JONES)

Das hat es mit den Protesten auf sich
Ende vergangener Woche sprach das Bildungsministerium davon, dass inzwischen weniger Schulen von den Protesten betroffen seien. Allerdings hat sich dieser inzwischen auch auf Universitäten und auf die Straße ausgeweitet. Teils kam es am Rande zu Ausschreitungen. Tausende junge Menschen wurden vorübergehend festgenommen. Für Dienstag haben Demonstrantinnen und Demonstranten Protest in der Nähe des Sitzes des Premierministers angekündigt. Sie werfen der Regierung unter anderem vor, keine zufriedenstellende Antwort geliefert zu haben. Man wolle sanierte Schulgebäude, ausreichend Lehrkräfte und ausreichend finanzielle Mittel.

Die Regierung versuchte zunächst, die Proteste zu unterbinden. Inzwischen ist sie bemüht, die wütenden Schülerinnen und Schüler zu beschwichtigen. Frankreichs Premier Sébastien Lecornu schaltete sich ein und versprach bessere Lernbedingungen. Bildungsminister Édouard Geffray kündigte an, dass 3000 Vertretungslehrkräfte zügig an die Schulen kommen sollten.

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