Vielfältiger Einsatz
Friedensnobelpreis geht an Juristin Pillay
Der Friedensnobelpreis 2026 geht an die südafrikanische Juristin und Menschenrechtsaktivistin Navanethem Pillay (85). Sie war Richterin am Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag und Hohe Kommissarin der Vereinten Nationen für Menschenrechte. Pillay setzte sich unter anderem für die Rechte politischer Gefangener ein.
Sie verteidigte auch zahlreiche Gegnerinnen und Gegner des Apartheid-Regimes in Südafrika. Geehrt wurde Pillay für ihren Einsatz „für den Frieden und das Völkerrecht“. Sie habe „maßgeblich dazu beigetragen, dass Kriegsverbrechen, Verbrechen gegen die Menschlichkeit und Völkermord strafrechtlich verfolgt werden“, teilte das Nobelpreiskomitee mit. Die Südafrikanerin sei „eine Person von außergewöhnlichem Mut und außergewöhnlicher Integrität“.
Die heute 85-Jährige begann nach ihrem Jurastudium, Menschen zu verteidigen, die sich gegen die Apartheid engagierten. Sie eröffnete 1967 als erste Frau ihrer Heimatprovinz eine Anwaltskanzlei. Einer ihrer Mandanten war der ehemalige südafrikanische Präsident Nelson Mandela. Pillay deckte Folter auf und trug zur Durchsetzung der Rechte politischer Gefangener bei.
Entscheidung zwischen 287 Kandidatinnen und Kandidaten
„Leider haben wir Navi Pillay nicht erreicht“, sagte der Vorsitzende des Nobelkomitees, Jørgen Watne Frydnes, am Freitag. Deshalb schickte er einen Aufruf an die Preisträgerin: „Wenn du eine norwegische Nummer anrufen siehst, geh bitte dran, wir würden liebend gerne mit dir sprechen.“
Die Jury hatte diesmal die Wahl aus 287 Kandidatinnen und Kandidaten, das sind deutlich weniger als im Vorjahr. Darunter waren sowohl Einzelpersonen (208) als auch Organisationen (79). Auch US-Präsident Donald Trump soll darunter gewesen sein. Die Auszeichnung ist mit zwölf Millionen schwedischen Kronen dotiert, was etwa einer Million Euro entspricht.

Seit Montag sind bereits die Preisträgerin und Preisträger in den Kategorien Medizin, Physik, Chemie und Literatur verkündet worden. Der Nobelpreis für Medizin geht an Karl Deisseroth aus den USA sowie an die deutschen Forscher Peter Hegemann und Georg Nagel, der Preis in der Kategorie Physik an den Belgier Francis Halzen. In Chemie gewannen der französische Forscher Henri Kagan und sein japanischer Kollege Kenso Soai und der Literatur-Nobelpreis ging an die kanadische Schriftstellerin Anne Carson. Am kommenden Montag wird als letzte Auszeichnung noch der Preis der Schwedischen Reichsbank für Wirtschaftswissenschaften folgen.
Die Verleihung wird am 10. Dezember in Oslo stattfinden, dem Todestag von Alfred Nobel, der die Preise 1895 in seinem Testament stiftete.

Kronen Zeitung als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen 






Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
Hinweis in eigener Sache: Schon bald erwartet Sie auf krone.at ein rundum erneuerter Forenbereich mit vielen neuen Features! Mehr Informationen finden Sie hier.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.