In Salò zeigt sich der Gardasee ganz von seiner entspannten Seite. Rund um die kleine Stadt in der Lombardei gibt es neben Geschichte, Natur und Genuss ein neues Hotel zu entdecken.
Würde man es nicht besser wissen, könnte man beim Anblick des Gardasees glatt glauben, man sei am Meer. So groß wirkt der von Bergen und Hügeln umgebene See im Norden Italiens. Mit seinen rund 10.000 Einwohnern zählt das im Südwesten in einer großen, geschützten Bucht liegende Salò in der Provinz Brescia zu den größeren Städten am See. Touristisch geht es hier noch ruhiger zu. An der rund drei Kilometer langen Uferpromenade, in den kleinen Geschäften, Cafés und Bars spürt man den italienischen Alltag. Die Gegend ist auch zum Radfahren und Wandern besonders attraktiv.
Am Rand der Stadt, nur fünf Gehminuten vom See entfernt, hat die Falkensteiner Michaeler Tourism Group, wo einst eine Mineralwasserfabrik stand, ein neues Resort errichtet. Auf einer leichten Anhöhe liegt das Hotel mit 85 Zimmern und Suiten.
Außerdem gibt es 174 private Residenzen mit Hotelservice, die bis 2027 fertiggestellt werden. Die frühere Mineralwasserquelle gibt es nach wie vor. Ihr Wasser wird im Hotel verwendet, auch Einheimische holen es sich außerhalb des Areals kostenfrei.
ALLGEMEINE AUSKÜNFTE
zu Italien: www.italia.it/de
zur Region: www.gardalombardia.com
ANREISE: Flughafen Verona (55 km) Bergamo (90 km) od. Mailand-Linate (115 km), weiter per Mietauto. Zug nach Verona, weiter nach Desenzano & per Bus nach Salò. Oder per Pkw.
HOTEL: Falkensteiner Resort Lake Garda in Salò. Preis z. B.: 4 Nächte + 1 Nacht kostenlos inklusive Halbpension und Zugang zum Spa-Bereich ab 476 €/Nacht für 2 Personen.
Infos + Angebote: www.falkensteiner.com
„Hier in Salò ist man mittendrin im italienischen Alltag. Natürlich spielt Tourismus eine Rolle, aber der Ort hat sich viel von seinem eigenen Leben bewahrt“, so Falkensteiner-CEO Otmar Michaeler bei einem Espresso. Dazu kommt die Nähe zu Städten wie Verona, Mailand und Venedig sowie der Umstand, dass die Region Gäste längst nicht nur im Sommer anzieht. Die Kombination aus Hotel und touristisch geführten Apartments hat auch wirtschaftliche Gründe: Ein klassisches Hotelprojekt allein lasse sich heute nur schwer finanzieren.
Unterwegs am Westufer, zu Land und zu Wasser
Nun gilt es aber, Salò zu erkunden. Sarah ist hier geboren und begleitet durch ihre Heimatstadt. Der Weg führt gemütlich über die rund drei Kilometer lange Promenade ins Zentrum. Vorbei an kleinen Läden und Cafés geht es zum Dom und zum Palazzo della Magnifica Patria. Auf dem Weg liegen auch San Giovanni Decollato, die älteste Kirche der Stadt, und das MuSa, das Museum von Salò.
Immer wieder im Blick: der See. Zum Beispiel, wenn man in einer Pause auf einen Aperol Spritz in eine der vielen Bars am Wasser einkehrt. Wie groß der Gardasee tatsächlich ist, nämlich flächenmäßig beinahe so groß wie Wien, merkt man spätestens, wenn man sich mit dem Boot aufs Wasser wagt. Bei einer zweistündigen Tour geht es vorbei an der Isola del Garda. Die in Privatbesitz befindliche Insel kann bei einer Führung besichtigt werden. Oder mit der imposanten Villa als Hochzeitslocation gemietet werden. Voraussetzung: das nötige Kleingeld.
Vom Wasser aus öffnet sich der Blick auf Häuser am Ufer, die mediterrane Vegetation und weit hinaus auf den See. Nur wenige Kilometer von Salò entfernt wartet in Gardone Riviera das nächste außergewöhnliche Ziel: das Vittoriale degli Italiani. Der 1938 verstorbene, politisch umstrittene italienische Dichter Gabriele D’Annunzio schuf hier einen weitläufigen Museumskomplex mit Gärten und seinem früheren Wohnhaus, das mit 33.000 Büchern und mehr als 10.000 Gegenständen völlig überladen wirkt. Das Haus kann bei einer Führung besichtigt werden. Für Staunen sorgt das Kriegsschiff „Puglia“ mitten in der Anlage.
Nach der Kultur warten Pasta, Pools & Negroni
Dann geht es zurück ins Hotel. Das Spa bietet fünf Pools, einen Familienbereich mit Rutschen und einen Rückzugsort für Erwachsene, u. a. mit Saunen und Hamam sowie Massagen. Kleine Gäste erwartet außerdem ein großer eigener Spiel- und Erlebnisbereich. Kulinarisch setzt man im Artigiani Restaurant auf norditalienische Küche, im HOKU kommen lokale Gerichte mit japanischen Einflüssen auf den Tisch. Mein Favorit: die hausgemachte Pasta al Limone!
ZUTATEN
30 ml Gin, 30 ml Campari, 30 ml süßer roter Wermut
ZUBEREITUNG: Alle Zutaten direkt in ein gekühltes Glas mit Eis, vorsichtig umrühren und mit einer halben Orangenscheibe oder -zeste garnieren.
Abends lohnt sich ein Abstecher ins House of Negroni, das auch externen Gästen offensteht. Das italienische Interieur erinnert an eine Bar, die in Mailand stehen könnte. Serviert wird, wie sollte es anders sein, natürlich auch Negroni. Dass der Gardasee nicht nur ein Sommerziel ist, zeigt sich gerade jetzt im Herbst.
Wenn zu Jahresende Licht & Farbe wechseln
An den Ufern wird es ruhiger, Licht und Farben verändern sich, die Ausblicke sind anders als sonst. Im Winter gibt es in Salò einen Weihnachtsmarkt, der die Stadt belebt.
Nach den kulturellen und kulinarischen Genüssen der Region entspannt man bei einem Aufguss in der finnischen Sauna, die sich in einem Kubus auf dem Dach befindet. Während drinnen die Temperatur steigt, blickt man durch die Panoramascheibe aufs Wasser und die Berge dahinter. Von diesem Logenplatz aus liegt einem der Gardasee zu Füßen.
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